Der Argentinier sieht Selke und Lorenzen gleichauf: „Ich bin nicht besser“

Di Santos neue Konkurrenz: „Eine perfekte Situation“

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Belek - Wenn einer Quatsch macht bei Werder Bremen, dann Franco Di Santo. Als die Profis nach der Ankunft in Belek auf ihre Koffer warteten, kam als erstes nicht das Gepäck, sondern der Argentinier. Feixend saß er auf dem Transportband.

Und wenn Fotografen am Trainingsplatz mehr quatschen als fotografieren, übernimmt halt Di Santo den Job. Aber klar: Der Torjäger ist hauptberuflich immer noch Fußballer und nicht Gute-Laune-Onkel. Und als Fußballer muss er in Belek nach seinem im November erlittenen Außenbandanriss im rechten Knie an seiner Rückkehr ins Team arbeiten. Nebenbei fand sich kurz Zeit, in einer Medienrunde über vier wichtige Themen zu sprechen. Franco Di Santo über…

sein Comeback

Am 1. Februar startet Werder mit dem Heimspiel gegen Hertha BSC in die Rückrunde. Mit Franco Di Santo? „Ja, ich denke schon“, antwortet der Argentinier und fügt lachend an: „Wenn nicht, weine ich.“ Und Werder gleich mit. Denn natürlich wird Di Santo, trotz seiner Verletzung mit sechs Toren bester Torschütze der Hinrunde, gebraucht. Deshalb warten auch alle sehnsüchtig darauf, dass er wieder ins Teamtraining einsteigt. Er selbst auch. „Ich warte jeden Tag darauf, dass meine Beine mir sagen: Okay, leg los! Aber noch muss ich Geduld haben. An manchen Tagen geht es schon ganz gut, an anderen habe ich leichte Schmerzen. Aber nie wirklich schlimm. Insgesamt wird es immer besser.“

seine Stellvertreter

Davie Selke und Melvyn Lorenzen haben die Bühne betreten. Während Di Santos Abwesenheit spielte sich vor allem Selke (19) mit drei Toren in fünf Partien in den Vordergrund. Auch Lorenzen gab mit seinem Treffer gegen Hannover 96 eine Bewerbung für mehr Einsätze ab. Di Santo gefiel, was er sah – und er fühlt sich nun zusätzlich angestachelt. „Es ist eine perfekte Situation. Das wird ein großer Wettkampf zwischen uns. Ich weiß, dass da andere sind, die auch spielen können. Das treibt mich an“, meint der 25-Jährige.

An der Bundesliga-Tauglichkeit der jungen Herausforderer hat er überhaupt keinen Zweifel. „Ich denke nicht, dass ich besser bin als die beiden“, sagt Di Santo: „Sie sind jung, sie sind schnell, sie spielen in einer der besten Ligen der Welt. Davie und Melvyn haben alle Voraussetzungen, um in der Welt des Fußballs erfolgreich sein zu können. Es hängt allein von ihnen ab.“

sein Rückrunden-Ziel

Sein Start in die Saison war fulminant. Sechs Tore in zehn Spielen – Di Santo, so träumten einige, war auf dem Weg zur Torjägerkanone. Daraus wird jetzt wohl nichts mehr. Aber in der Rückrunde könnte er es dennoch wieder krachen lassen. Seine Zielsetzung ist aber angesichts der Anzahl bereits erzielter Treffer mehr als bescheiden: „Zehn Tore sollen es werden“, sagt der Argentinier. Nur? „Das war die vor der Saison ausgegebene Marke, dabei bleibe ich.“ Hoffentlich hält er sich nicht dran.

Werder startet mit zwei Siegen ins neue Jahr

seine Zukunft

Was, wenn er häufiger trifft als zehn Mal? Was, wenn Werder am Saisonende Geld braucht und Franco Di Santo verkaufen will? Er müsste sich fügen, meint der Spaßvogel diesmal völlig ernst. Aber ihm selbst liegt nichts daran, einen Wechsel zu forcieren: „Ich bin glücklich bei Werder. Es gibt nichts, was mich forttreibt.“ Auch nicht im Falle des Abstiegs? „Das“, meint Di Santo, „stelle ich mir erst gar nicht vor. Wir haben gute Spieler, um den Gang in die Zweite Liga zu vermeiden.“

csa

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