Co-Trainer machen jetzt Pause und warten ab

Arbeitslos, aber gut bezahlt

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In Delmenhorst waren Matthias Hönerbach, Michael Kraft und Wolfgang Rolff (v.l.) zum letzten Mal für Werder Bremen im Einsatz. ·

Bremen - In einem Festzelt bei Bier und Bratwurst ging alles zu Ende. Das 20:0 bei Atlas Delmenhorst war der letzte Auftritt von Wolfgang Rolff, Matthias Hönerbach und Michael Kraft als Werder-Trainer.

Nach der Partie und der Einladung des Gastgebers ins Vip-Zelt war auch für die ehemaligen Assistenten von Thomas Schaaf Schluss. Tränen flossen deshalb nicht, spurlos geht die Trennung aber auch nicht an ihnen vorbei. „Emotionslos bin ich absolut nicht. Ich versuche nur, meine Emotionen zu beherrschen“, sagte Hönerbach.

Von Werder freigestellt sind die Drei jetzt quasi arbeitslos, aber gut bezahlt. Die Verträge laufen noch bis 2014, das Gehalt fließt also weiter. Auch für Schaaf. Werder muss also ein Jahr lang zwei Trainerteams bezahlen – das alte sowie das neue mit Robin Dutt und dessen Assistenten Damir Buric und Marco Langner, die zusammen geschätzte zwei Millionen Euro verdienen werden.

Das alte Team kam in der Summe auf circa drei Millionen Euro Gehalt – eine Mehrbelastung, die Werder wehtut, aber auch verkraften kann. „Im schlimmsten Fall zahlt man das so weiter“, sagt Sportchef Thomas Eichin, der noch keine Gespräche über eine Abfindungszahlung und Auflösung der Verträge geführt oder geplant hat. Insgeheim hoffen die Werder-Bosse, dass Thomas Schaaf schnell einen neuen Cheftrainer-Posten findet und sein altes Team mitnimmt. Bei Clubs aus England, Italien und von Besiktas Istanbul soll es loses Interesse geben.

Hönerbach ist eine neue Stelle genauso recht wie eine Auszeit. „Ich warte ab. Vielleicht ergibt sich da ja eine Konstellation gemeinsam mit Thomas“, meinte der 51-Jährige. Wie Wolfgang Rolff zieht es auch ihn jetzt erstmal in seine Geburtsstadt Köln.

Michael Kraft bleibt dagegen im Bremer Umland. Mit seiner Familie hat er sich in Thedinghausen ein Haus gekauft, „das bleibt unsere Anlaufstation. Wir fühlen uns sehr wohl hier.“ Wohin ihn der nächste Job führt? Abwarten, meinte auch der Torwart-Trainer: „Ich mache jetzt erstmal Pause.“ · csa

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