Skripnik und Fritz bitten darum, das Montagsspiel nicht zu boykottieren

Werder will die Unterstützung der Ultras gegen Stuttgart

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Viktor Skripnik und Clemens Fritz hoffen gegen Stuttgart auf die Unterstützung der Fans.

Bremen - Spieler, Trainer, Sportchef: Alle haben sie geschwärmt von der großartigen Atmosphäre beim 3:2-Heimsieg gegen Wolfsburg. Auch heute im DFB-Pokalspiel beim FC Bayern wird die Unterstützung wieder intensiv sein, 8.000 Werder-Fans sind in München dabei. Beim nächsten Bremer Auftritt im Weserstadion drohen aber wichtige Supporter wegzubrechen.

Vier Ultra-Gruppierungen (Infamous Youth, UltrA-Team Bremen, L’Intesa Verde und Caillera) haben inzwischen angekündigt, das Montagspiel gegen den VfB Stuttgart am 2. Mai zu boykottieren. „Ich kann die Gedanken verstehen“, sagte Werder-Coach Viktor Skripnik am Montag. Dennoch appellierte der 46-Jährige gestern an die Ultras, ihre Entscheidung zu überdenken: „Wir brauchen weiter eine heiße Unterstützung, mit vollen Kräften. Meckern bitte später. Ich bitte jeden, wieder vorbeizukommen.“

Kapitän Clemens Fritz schloss sich seinem Trainer an. „So eine fantastische Stimmung wie zuletzt ist unglaublich wichtig für uns als Mannschaft, gerade in der aktuellen Phase. Man hatte das Gefühl, dass ganz Bremen für den Sieg kämpft“, sagte der 35-Jährige und fügte an: „Wir brauchen Punkte – und wir brauchen unsere Fans.“

Die Bremer Ultras wollen sich mit ihrem Boykott gegen die weitere Zerstückelung des Spieltags zur Wehr setzen – Montagsspiele, wie sie die DFL kürzlich beschlossen hat (ab der Saison 2017/2018), sind ihrer Meinung nach nicht vertretbar. „Faninteressen treten vollständig hinter die Aussicht auf erhöhte TV-Einnahmen zurück“, heißt es dazu in einem Statement.

In diesem Zusammenhang führen die Ultras weiter an, dass Werders Montagsspiel gegen Stuttgart eine Art Testlauf der DFL sei, um „unter dem Deckmantel vermeintlicher Sicherheitserwägungen die Akzeptanz von Montagspielen sowohl innerhalb der aktiven Fanszenen als auch beim TV-Publikum zu testen“. Dem wollen die Ultras, die ein wichtiger Bestandteil des lautstarken Supports in der Ostkurve sind, entgegentreten – und legen das auch den restlichen Werder-Fans nahe: „Wir fordern alle WerderFans, denen die Belange aktiver Fußballfans nicht egal sind, auf, sich uns anzuschließen und das Spiel nicht zu besuchen.“ - mr/mib

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