Prödl wundert sich über Degradierung

Angriffslust mit Reservistenfrust

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Sebastian Prödl

Bremen - Seit viereinhalb Jahren ist Sebastian Prödl Werder-Profi. Er hat in dieser Zeit folgenden Ablauf immer wieder erlebt: Rein ins Team, raus dem Team. Es waren immer Phasen – mal längere, mal kürzere.

Aber verlassen konnte sich der österreichische Innenverteidiger nie darauf, dass er wirklich Stammspieler ist. Bis zu dieser Saison. Die Hinrunde war seine. „Sehr ordentliche Leistungen“ in der ersten Saisonhälfte attestiert er sich selbst: „Ich habe mich nicht mehr aus der Startelf wegdenken können.“ Umso erstaunter war Prödl, dass er nach dem 0:5 gegen Borussia Dortmund zum Rückrundenstart plötzlich auf der Bank saß: „In dem Spiel waren wir alle schlecht. Ohne Ausnahme. Aber ich war derjenige, der raus musste.“

Es klingt nicht, als ob der 25-Jährige verstehen und akzeptieren kann, dass ausgerechnet er seinen Stammplatz verlor. Assani Lukim-ya rückte ins Team, Prödl kam in den folgenden drei Partien nur zu Kurzeinsätzen. „Das ist nicht das, was ich mir vorstelle. Da muss ich kein Geheimnis draus machen“, sagt er. Gegen den SC Freiburg stand er zuletzt zwar wieder in der ersten Elf – aber auch nur, weil Sokratis krank fehlte. Die Partie ging 2:3 verloren, außer Doppel-Torschütze Nils Petersen sammelte kein Bremer großartig Pluspunkte. Auch Sebastian Prödl nicht. Seine Gemütslage sei deshalb aber nicht negativ, meint Prödl, „eher angriffslustig“. Er will seinen Stammplatz zurück, und bis er es geschafft hat, will er keinen Ärger machen. Klar, nach der Degradierung hätte er sich eine Erklärung des Trainers gewünscht. „Worte tun immer gut“, sagt der Verteidiger: „Aber mir geht es nicht darum, jemanden zu kritisieren. Ich werde im Training die bestmöglichen Argumente liefern, um wieder dahin zu kommen, wo ich sein möchte.“ In der ersten Reihe also. · csa

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