Kolumne "Angeknipst"

Es zählt jede Minute

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In Marbella zahlt man fürs Parken pro Minute.

Marbella - Von Björn Knips. In Marbella nehmen sie es ganz genau – zumindest bei den Parkgebühren. Bezahlt wird pro Minute.

Unser Mann vor Ort: Björn Knips

In Deutschland wird dagegen jede angefangene Stunde voll abkassiert. Billiger ist es Spanien dadurch aber auch nicht. Jedenfalls nicht am Hafen Puerto Banus. Acht Cent die Minute kostet ein Platz in einer Tiefgarage, da sind nach einer Stunde schon fast fünf Euro weg. Immerhin gibt es unter Tage auch einen Waschservice – also fürs Auto. Kostet natürlich extra und Parkzeit – damit sogar doppelt.

Deshalb geben wir Hackengas. Ab zum Hafen zu den Luxusyachten. Die parken übrigens noch teurer. Bis zu einer halben Million Euro soll so ein Liegeplatz pro Jahr kosten. Dafür können die Besitzer dann direkt von ihren Booten in die edlen Boutiquen oder vornehmen Restaurants springen. Die Betonung liegt auf „können“. Denn es gibt gefährliche Hindernisse. Ständig fahren Autos vor den Yachten auf und ab. Und die fliegenden Händler mit ihren Handtaschen, Tüchern und Uhren (leider keine zum Telefonieren) sind mitunter nicht weniger schnell.

Flanieren macht da auch nicht so viel Spaß. Es ist ein wahrer Slalomlauf. Okay, es gibt einen Bürgersteig. In Deutschland würde man ihn aber eher als Bordsteinkante bezeichnen, so schmal ist der.

Nein, dieser Ausflug hat sich trotz der durchaus beeindruckenden Yachten nicht gelohnt. Immerhin sind wir schnell zurück im Parkhaus. Doch der Betreiber nutzt offenbar jede Möglichkeit, Zeit zu schinden. Es funktioniert nur ein Parkautomat. Die Schlange ist lang – genau 40 Cent lang, wie sich am Ende herausstellt.

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