Werder-Stürmer hebt nach Fünferpack nicht ab: „Ich habe auch Fehler gemacht“

Der andere Arnautovic: Brav und torgefährlich

Marko Arnautovic wirkt nachdenklich und konzentriert. Die fünf Tore gegen Meppen lassen ihn jetzt nicht abheben. ·

Werder-Bremen - NORDERNEY · Klaus Allofs winkte beim Thema Marko Arnautovic gleich ab. „Wenn er die nächsten fünf Tore geschossen hat, dann können wir gerne über ihn reden“, sagte der Boss des SV Werder Bremen gestern und radelte los.

Nach dem tollen Arnautovic-Auftakt mit fünf Toren beim 13:1-Testspielsieg gegen den SV Meppen lautet das oberste Gebot beim Bundesligisten: Ruhe bewahren, damit die Medien aus dem Sorgenkind nicht gleich wieder einen Superstar machen. Und der Protagonist spielte auch mit, ordnete seinen Fünferpack ganz vernünftig ein. Das passt zum bislang konzentrierten Auftreten des 22-Jährigen im Trainingslager auf Norderney.

Werder-Training am Donnerstag

Werder-Training am Donnerstag

„Natürlich freue ich mich über die Tore“, sagte Arnautovic, merkte aber sofort an: „Es hat längst nicht alles bei mir gestimmt. Ich hatte schon Fehler in meinem Spiel. Das muss ich ändern.“ Offenbar hat der Österreicher in seiner zweiten Saison bei Werder begriffen, dass es nur mit einer professionellen Einstellung geht. Die hatte er in der Vergangenheit oft vermissen lassen und damit Trainer Thomas Schaaf, aber auch die Teamkollegen verärgert. Nun bekommt er von allen Seiten Lob. „Wenn er sich weiter so einbringt, kann er sehr wichtig für uns sein“, meinte Schaaf nach dem Meppen-Spiel.

Wohl wissend, dass es nur ein Auftritt gegen einen Viertligisten war. Aber auch so eine Mannschaft muss in einem anstrengenden Trainingslager erst einmal so klar beherrscht und besiegt werden. Arnautovic machte vor, wie so etwas geht: Von Anfang an war er in Bewegung, hängte sich voll rein, ärgerte sich über Ballverluste, machte aber sofort weiter. Früher hätte ihn so etwas aus der Bahn geworfen.

Testspiel gegen SV Meppen

Testsspiel Werder Bremen gegen SV Meppen

Auch beim Training wirkt Arnautovic verändert. Sicher, der eine oder andere Spaß wird noch mal gemacht, aber die konzentrierte Arbeit steht klar in seinem Fokus. „Ich fühle mich fit, ich fühle mich gut, obwohl Norderney schon ganz schön hart ist. Ich bin früh, dass es schon bald nach Hause geht“, sagte der Stürmer, der sich aber irgendwie keine Pause mehr gönnen will: „Wir haben noch zwei Trainingslager, da müssen wir weiter Gas geben.“ Dieses „Wir“ klingt nun noch überzeugender als früher. Und das hat seinen Grund. „Ich bin jetzt echt drin in der Mannschaft, bin voll integriert“, freut sich Arnautovic über sein besseres Standing bei den Kollegen.

Das gilt es in den nächsten Wochen zu verteidigen. Die Konkurrenz im Angriff ist groß, allerdings fast komplett verletzt. Claudio Pizarro fehlt noch Wochen, Sandro Wagner befindet sich in München, um seine Sprunggelenksverletzung checken zu lassen, und Denni Avdic ward wegen seiner Beckenprobleme schon seit Tagen nicht mehr auf Norderney gesehen. Das ist die große Chance für Arnautovic, der nur noch nach vorne schauen will: „Vergangenes ist Vergangenes.“ Allofs wird‘s zur zufrieden Kenntnis nehmen – und sicher gerne schon bald ausführlich über Arnautovic reden. · kni

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