Torsten Frings beginnt heute seine „Trainer-Ausbildung“ und ordnet sich Skripnik unter: „Victor ist der Boss“

Vom Alphatier auf dem Platz zum Azubi auf der Bank

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Neues Fußballerleben: Ab heute ist Torsten Frings Co-Trainer. „Da habe ich null Erfahrung“, sagt der 36-Jährige. ·

Bremen - Das Finale der alten Karriere ist mit dem Abschiedsspiel am 7. September noch in Planung, da geht es mit der neuen Karriere schon los. Heute startet Torsten Frings bei Werder Bremen mit seiner „Trainer-Ausbildung“.

Um 11.30 Uhr trifft sich die U 23 zur ersten Trainingseinheit der Saison-Vorbereitung – es ist auch der Auftakt für Co-Trainer Frings. Zwei Jahre lang wird er bei Werder ein „Trainee-Programm“ absolvieren. Mit dem Schwerpunkt der Assistenz unter dem neuen Nachwuchs-Cheftrainer Victor Skripnik. Parallel strebt er in DFB-Lehrgängen die offizielle Ausbildung zum Fußballlehrer an. Wann und wie es dort los geht, ist noch nicht klar. Bei Werder steht das Programm dagegen. Beginnend mit dem Laktattest heute.

„Laktattest – das ist das, was ich als Spieler nicht so mochte“, sagt Frings und freut sich ganz offensichtlich über seine neue Rolle: „Ich muss jetzt ja nicht mehr mitlaufen.“ Vielleicht doch. Aber auf das Ergebnis des Ausdauertests kommt es bei ihm nun nicht mehr so an wie früher. Fortan sind andere Qualitäten gefragt. Qualitäten, die sich Frings erst noch aneignen muss. Durch Hinschauen und -hören bei Werder. „Ich werde versuchen, alles aufzusaugen, was geht“, meint der 36-Jährige, der im Februar beim FC Toronto seine erfolgreiche Fußballer-Laufbahn beendet hatte. Ein vertraglich fixiertes Versprechen der alten sportlichen Leitung Klaus Allofs und Thomas Schaaf ermöglicht ihm nun den Einstieg ins Trainer-Geschäft bei Werder.

Es wird, da will Frings gar nicht erst rumlügen, Zeit, dass endlich wieder eine berufliche Aufgabe auf ihn wartet. „Es war zuletzt langweilig bei all der Zeit, die ich auf einmal hatte“, verrät er. Obwohl er das Geschäft nach 19 Profi-Jahren natürlich aus dem Eff-eff kennt, ist dem Vize-Weltmeister von 2002 klar, dass er heute persönliches Neuland betritt. „Ich habe null Erfahrung als Trainer“, meint Frings und zeigt sich absolut gewillt, sich im Gespann mit Skripnik unterzuordnen. Vom Alphatier auf dem Platz zum Azubi auf der Bank – kein Problem. „Wir sind ein Team. Aber Victor ist der Boss und ich ein ganz normaler Co-Trainer“, meint Frings.

Extra für ihn hat Werder-Boss Klaus Filbry ein detailliertes Ausbildungsprogramm entworfen. Mit der Basis bei der U 23, aber mit Stationen in allen anderen sportlichen Bereichen. Also auch bei den Profis, wo Robin Dutt ab heute seinen neuen Job in Angriff nimmt. Der Chefcoach des Bundesliga-Teams soll für Frings die Rolle des Mentors, des erfahrenen Ansprechpartners und Förderers, übernehmen. „Zu ihm“, betont Frings, „kann ich mit jeder Frage, die ich habe, rennen. Und das werden sicher nicht wenige sein.“ · csa

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