Werder-Stürmer trifft zum 2:1-Sieg gegen Freiburg

Almeidas Kopfball ins Glück

ERLEICHTERUNG! Die beiden Werder-Torschützen Hugo Almeida (rechts) und Aaron Hunt, der vom jubelnden Wesley angesprungen wird.

Werder-Bremen . Hugo Almeida ist derzeit Werder Bremens Lebensversicherung. Mit einem Kopfballtor in der 73. Minute nach Flanke von Claudio Pizarro bescherte der Stürmer seiner Mannschaft gestern einen 2:1 (1:0)-Heimsieg über den SC Freiburg und damit drei wichtige Punkte im Kampf gegen die sportliche Krise.

Schon mit seinem Doppelpack beim 3:2 gegen den HSV und zuletzt seinem Freistoßtor beim 2:2 in Leverkusen hatte der 25-Jährige Werder in der Liga am Leben gehalten. „Ich bin sehr glücklich. Wenn ich Tore erziele, fühle ich mich immer gut. Wenn es entscheidende sind, ist das natürlich noch schöner“, jubelte Almeida, der erneut zum „Man of the Match“ gekürt wurde.

Die Bilder vom Spiel Werder - Freiburg

Werder Bremen besiegt SC Freiburg mit 2:1

Aaron Hunt hatte Werder vor 34 500 Zuschauern im ausverkauften Weserstadon in der 33. Minute mit einem satten Linksschuss aus 20 Metern in Führung gebracht. Julian Schuster glich in der 62. Minute nach einem kapitalen Schnitzer von Mikael Silvestre im Mittelfeld zum 1:1 aus, ehe Almeida die bei eisigem Ostwind frierenden Werder-Fans mit dem Siegtreffer wieder auf Betriebstemperatur brachte.

Es war beileibe kein hochklassiges Spiel, das sich beide Teams gestern lieferten. Was Torschütze Aaron Hunt auf die noch immer bestehende Verunsicherung in der Bremer Mannschaft zurückführte. „Nur wenn du in Leverkusen einen Punkt geholt hast, wachsen die noch lange keine Flügel“, sagte der 23-Jährige. Und Almeida ergänzte: „Wir haben sicherlich noch kein Topniveau, aber wir sind wieder auf dem Weg dorthin.“

Angesichts der doch auffälligen spielerischen Defizite dürfte dieser aber noch lang werden. Werder tat sich im Spielaufbau unheimlich schwer, agierte streckenweise zu eigensinnig und nutzte auch die klarsten Chancen nicht. „Das müssen wir abstellen“, forderte Marko Arnautovic, der im offensiven Mittelfeld ebenfalls keine Glanzleistung ablieferte. „Das war nicht das perfekte Spiel. Nicht von mir, nicht von der Mannschaft. Aber wichtig sind die drei Punkte“, erklärte der Österreicher.

Der Sieg ist am Ende noch in Gefahr geraten. Wenn der eingewechselte Freiburger Kisho Yano in der Nachspielzeit nicht freistehend am Bremer Tor vorbei geköpft hätte – Werder hätte sich mit einem Punkt begnügen müssen. Es wäre die Strafe für eine schlampige Chancenverwertung gewesen. Allein Marko Marin lief dreimal auf SC-Keeper Oliver Baumann zu, vertendelte aber den Ball oder zögerte zu lange. „Das können wir uns nicht erlauben“, sagte Hunt schon im Hinblick auf das Champions-League-Auswärtsspiel am kommenden Mittwoch bei Twente Enschede: „Zumindest aber haben wir uns mit dem Sieg heute Selbstvertrauen für Enschede geholt.“

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