3:2 – Almeida Werders Held

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Almeida liebt Bremen und Bremen liebt Almieda: Mit zwei Toren sicherte Hugo Almeida den Derbysieg gegen den HSV.

Bremen - von Arne Flügge. Dank Hugo Almeida hat Werder Bremen einen ersten Schritt heraus aus der Krise getan. Der Stürmer erzielte gestern Abend im brisanten Nordderby gegen den Hamburger SV einen Doppelpack und hatte somit wesentlichen Anteil am 3:2 (2:0)-Erfolg. Nach zwei Niederlagen in Folge hat Werder damit die Talfahrt in der Fußball-Bundesliga erstmals gestoppt.

Vor 36 300 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion hatte Marko Marin (25.) die Bremer Führung erzielt, die Almeida ausbaute (28.). Der HSV glich nach der Pause durch Ruud van Nistelrooy (59.) und Jonathan Pitoipa (63.) aus, ehe Hugo Almeida den zweiten Bremer Saisonsieg unter Dach und Fach brachte (85.).

Werder schießt sich aus der Krise

Almeida ballert Werder zum Derbysieg

Schaaf hatte sich eine ganz neue taktische Variante einfallen lassen. Neben Torsten Frings als defensivem „Sechser“ spielte der Brasilianer Wesley leicht nach vorn versetzt, um das Spiel von hinten heraus – und flankiert von den Mittelfeldspielern Aaron Hunt und Marko Marin – anzukurbeln. In Claudio Pizarro und Hugo Almeida brachte der Bremer Coach zwei Spitzen. Ein System ohne echten „Zehner“ quasi. In der Vierer-Abwehrkette gab’s eine Änderung: Per Mertesacker feierte nach seiner schweren Gesichtsverletzungen – erlitten im Länderspiel gegen Aserbaidschan – sein Comeback in der Bremer Innenverteidigung.

Das war der Liveticker zum Nordderby

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„Merte“, der mit einer Spezialmaske spielte, sollte sich um Hamburgs Topstürmer Ruud van Nistelrooy kümmern. Und der Niederländer hatte auch gleich die erste dicke Chance, scheiterte aber aus vier Metern an Werder-Keeper Tim Wiese (6.). Eine Viertelstunde später war es erneut van Nistelrooy, der nach einer Hereingabe von Marcell Jansen knapp verpasste (21.). Und Werder? Den Bremern merkte man in der Anfangsphase die Verunsicherung an. Schließlich war das Team nach den Nachmittagsspielen gestern als Tabellen-17. ins Derby gegangen. Nur keine Fehler machen! Dennoch fanden die Hausherren den Mut, nach vorne zu spielen. Das wurde belohnt, wenn auch etwas glücklich: Nach einem Zuspiel von Pizarro landete Marins Flanke – abgefälscht von Guy Demel – im langen Eck – 1:0 (25.). War das der Brustlöser? Es schien so. Werder setzte nach, ging aggressiv in die Zweikämpfe, machte Druck. Und kam nur drei Minuten nach der Führung zum 2:0: Hunts Freistoßflanke köpfte Hugo Almeida unhaltbar für HSV-Keeper Frank Rost in die Maschen (28.).

Kurz zuvor hätte es Elfmeter für Werder geben müssen, als zunächst Heiko Westermann und dann auch noch Rost dem kleinen Marin in die Parade fuhren. Der Pfiff von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) blieb aber jeweils aus. Pech dann für Clemens Fritz: Der Rechtsverteidiger schied wegen einer Muskelverletzung kurz vor der Pause aus. Schaaf musste umstellen. Und, man staune, Wesley rückte hinten rechts ein, Philipp Bargfrede übernahm die Position des Brasilianers. Diese Neuordnung brachte ein wenig Unruhe in die sonst ordentliche Bremer Defensive. Und Werder hatte Glück, dass ein Heber von van Nistelrooy am langen Eck vorbeistrich (45.).

Zwei Minuten nach Wiederanpfiff war es dann Wiese zu verdanken, dass die Hamburger noch weiter ohne Torerfolg blieben. Der Bremer Keeper parierte einen Jansen-Schuss glänzend. Doch zwölf Minuten später war auch der Nationaltorwart machtlos, als der eingewechselte Jonathan Pitroipa querlegte, van Nistelrooy einen Schritt eher am Ball war als Mertesacker und die Kugel zum 1:2-Anschlusstreffer mit der Hacke über die Linie bugsierte. Ein verdienter Treffer der Gäste, weil die Hamburger in der zweiten Halbzeit die aktivere Mannschaft waren, Werder – wohl im Gefühl der sicheren Führung – nur noch reagierte. Und das wurde noch einmal bestraft: Pitroipa traf in der 63. Minute unbedrängt mit einem schönen Linksschuss zum 2:2.

Der HSV war wieder im Spiel. Die Bremer Antwort auf diesen doppelten Rückschlag war wütend, aber erfolglos. Zunächst kam Almeida einen Schritt zu spät (65.), dann scheiterte Pizarro zweimal an Rost (67./76.). Aber auch der HSV gab sich mit dem Unentschieden nicht zufrieden. Eric-Maxim Choupo-Moting verpasste zweimal aus aussichtsreicher Position. Jetzt war’s ein Spiel mit offenem Visier, in dem Hugo Almeida noch zum späten Matchwinner wurde. Nach toller Vorarbeit des starken Wesley drückte der Portugiese den Ball aus kurzer Distanz über die Linie (85.). Mit Glück und Geschick rettete Werder den Vorsprung dann über die Zeit.

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