Wer macht das Spiel?

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Die glorreichen Sieben – einer von ihnen muss das Werder-Spiel lenken. Maximilian Eggestein, Fin Bartels und Zlatko Junuzovic (oben von links) haben die besten Karten, Florian Grillitsch, Levin Öztunali, Levent Aycicek und Özkan Yildirim (unten von links) hoffen auf ihre Chance.

Bremen - Gegen Schalke war es nicht zu übersehen: Werder fehlt ein echter Spielmacher. Nach der vergangenen Saison hatte sich Trainer Viktor Skripnik einen neuen Zehner gewünscht, bekommen hat er bislang keinen. Werder hofft bis Transferschluss Ende August noch auf eine Ausleihe. Ansonsten sind diese glorreichen Sieben gefordert.

Fin Bartels

(28 Jahre, 80 Bundesliga-Spiele, 10 Tore, 10 Vorlagen) Die Allzweckwaffe. Genießt hohes Ansehen im Trainerstab, deshalb wird für ihn auch meistens ein Platz in der Startelf gefunden. In der Vorbereitung allerdings überraschend oft nur in der B-Elf. Ersetzte Stürmer Franco Di Santo, als der zum FC Schalke flüchtete. Allerdings nur kurz. Schon im Pokalspiel wurde aus dem zweiten Stürmer der Spielmacher. Die Rolle liegt ihm zwar besser, aber er ist kein echter Regisseur, kein Stratege, sondern eher ein laufstarker Dribbler.

Maximilian Eggestein

(18 Jahre, 2 Bundesliga-Spiele, 0 Tore) Der Vorbereitungsstar. Wurde ganz klar als neuer Spielmacher aufgebaut, agierte in allen wichtigen Tests auf der Zehn. Spielt noch etwas unauffällig. Zwar ruhig am Ball und mit klugen Pässen, aber ihm fehlt etwas die Dynamik. Mit seinen 18 Jahren noch sehr entwicklungsfähig.

Zlatko Junuzovic

(27 Jahre, 105 Bundesliga-Spiele, 11 Tore, 24 Vorlagen) Der Nati-Zehner. Für Österreich darf er die berühmte Rückennummer tragen und das Spiel machen, wenngleich die Alpenkicker – anders als Werder – auf eine Offensiv-Raute vor zwei Sechsern setzen. In Bremen hat ihn Skripnik auf die linke Seite geschickt. Junuzovic fand das erst gar nicht gut, inzwischen soll er die Position lieben, heißt es. Auch, weil er hin und wieder im Spiel mit dem Zehner tauschen darf.

Levent Aycicek

(21 Jahre, 13 Bundesliga-Spiele, 2 Tore, 0 Vorlagen) Der Ex-Favorit. Hat sich die Zehn bei seiner Vertragsverlängerung im März schriftlich für diese Saison zusichern lassen, aber sie nur auf dem Rücken bekommen. Auf dem Platz hat Skripnik in dieser Saison bislang anderen vertraut. Das lag nicht nur an einer kurzen Verletzungspause im Trainingslager im Zillertal, Aycicek kam nicht in Fahrt. Skripnik hat ihn deshalb zur U 23 geschickt, geglänzt hat er dort nicht.

Levin Öztunali

(19 Jahre, 32 Bundesliga-Spiele, 1 Tor, 3 Vorlagen) Der Leih-Zehner. Kam im Winter aus Leverkusen und darf noch bis Saisonende bleiben. Skripnik probierte ihn als Spielmacher aus, doch festspielen konnte sich der Enkel von Uwe Seeler dort nie. Sein Problem nicht nur auf dieser Position: Er kriegt keine Konstanz in sein Spiel. Deswegen oft nur Joker. Im Pokal als Stürmer eingewechselt, in der Bundesliga als Stürmer wieder ausgewechselt.

Florian Grillitsch

(20 Jahre, 1 Bundesliga-Spiel, 0 Tore, 0 Vorlagen) Der Geheimtipp. Trug die Nummer Zehn vergangene Saison bei Werder II in der Regionalliga. Jetzt ist es die 27, aber dafür heißt seine Heimat Bundesliga. Debüt als Einwechselspieler gegen Schalke. Der Österreicher ist ein offensiver Allrounder, überzeugte in der Vorbereitung auch durch seine Torgefahr.

Özkan Yildirim

(22 Jahre, 19 Bundesliga-Spiele, 0 Tore, 1 Vorlage) Der Pechvogel. Ob Thomas Schaaf, Robin Dutt oder auch jetzt Skripnik – alle lieben „Özi“. Nur spielen lassen, das konnten sie ihn nur selten. Der Dribbelkünstler ist einfach zu oft verletzt. Jetzt kämpft er sich gerade mal wieder zurück. n kni

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