Allofs weiß: Jetzt wird’s mit Wesley noch schwieriger

Wesley

Bad Waltersdorf · Erst der Pokalsieg, dann ab nach Bremen – so lautete eigentlich der Plan in Sachen Wesley. Doch Werders Wunschkandidat lässt weiter auf sich warten.

Dabei hat der Brasilianer am Mittwoch dem FC Santos den Pott gesichert und könnte als Dank dafür die Freigabe bekommen. Doch die gibt’s nicht.

Schuld ist Benfica Lissabon. Die Portugiesen bieten plötzlich um den Mittelfeldspieler mit. Werder-Boss Klaus Allofs bestätigte gestern, „dass Benfica seine Fühler ausgestreckt hat. Sie haben einen Mittelfeldspieler verkauft und damit Geld, um etwas zu tun.“ Genauer gesagt: Die Portugiesen haben sogar sehr viel Geld. Denn für Ramires überweist der FC Chelsea angeblich stolze 22 Millionen Euro nach Lissabon.

„Es ist normal, dass gute Spieler umworben sind, und wir haben uns schon gewundert, dass wir bei Wesley lange Zeit die einzigen Interessenten waren“, gab sich Allofs ganz gelassen: „Wir waren bei Wesley schon sehr früh aktiv. Ich hoffe, das zahlt sich aus. Aber wir haben keinen Vorvertrag oder so was. Das geht auch nicht, weil er noch beim FC Santos unter Vertrag steht.“ Und die Brasilianer wollen natürlich Kasse machen. 6,5 Millionen Euro Ablösesumme stehen im Raum. Allerdings hält der Club nur einen Teil der Transferrechte. Spieler, Berater und eine Investorengruppe besitzen den Rest. Eine Einigung ist also kompliziert. Zumindest mit Wesley war sich Werder schon einig. „Er hat uns signalisiert, dass er zu uns will. Aber da war das Interesse von Benfica noch nicht da“, gestand Allofs.

Laut brasilianischen Medienberichten soll Wesley tatsächlich ins Wanken geraten sein. Das ganz große Pokerspiel wird es aber nicht geben – zumindest nicht mit Werder. Denn der Bundesligist will den 23-Jährigen nicht um jeden Preis und würde sich bei einem Scheitern der Verhandlungen auch nicht um einen Ersatz bemühen. Allofs: „Wir hatten diese Position nicht zwingend auf der Rechnung. Aber als wir dann Wesley gesehen haben, haben wir gesagt: Wir machen das.“

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