Ohne internationales Geschäft wird das Budget abgespeckt – „dann ist der Kader zu teuer“

Allofs verteidigt die Bremer Einkaufspolitik

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Werder hat auf dem Transfermarkt nicht mehr so zugeschlagen, wie es sich viele Fans erhofft hatten. Und die Verpflichtung des in diesen Breitengraden unbekannten Brasilianers Samuel ist ein erstes Indiz dafür, dass die Bremer ihre Ansprüche zurückschrauben.

Das Budget wird abgespeckt, teure Transfers sind so gut wie tabu. Schmalhans ist künftig Küchenmeister. „Wir achten natürlich besonders auf ablösefreie Spieler. Das heißt aber nicht, dass wir in Zukunft nur noch solche Transfers tätigen“, sagte Sportdirektor Klaus Allofs gestern. Ohne die Teilnahme am internationalen Geschäft sind die Zeiten von Fünf- oder Sechs-Millionen-Euro-Deals aber erstmal Geschichte. Werder scheint klamm zu sein. Doch wo sind die ganzen Millionen aus der Champions League sowie den Verkäufen von Diego (25 Millionen) und Mesut Özil (15,5) geblieben, die Werder in den vergangenen Jahren eingenommen hat? Die Neuverpflichtungen dagegengerechnet, müsste doch eine Menge übrig sein. „Eine Milchmädchenrechnung“, behauptete Allofs in der Sendung „Sportblitz“, „schließlich wollen die Spieler ja auch noch Geld verdienen.“ Und das scheint eine Menge zu sein. Allofs: „Wenn wir nicht international spielen, verdienen unsere Spieler zu viel Geld, dann ist der Kader zu teuer. Wir haben das Geld nicht in die Sparstrümpfe gesteckt, sondern in den Kader investiert.“

Spieler wie Frings, Mertesacker, Pizarro oder Wiese werden sicherlich fürstlich bezahlt, doch ist Werder wirklich so arm, dass keine größeren Investitionen mehr getätigt werden können? „Wir sind nicht pleite“, stellte Allofs klar, „aber wir betreiben die Politik des ausgeglichenen Haushalts. Wir sind so aufgestellt, dass wir schwarze Zahlen schreiben müssen.“ Und Werder habe keine zusätzlichen Einnahmequellen. Allofs: „Wir finanzieren unseren Kader über den Spielbetrieb, Fernsehgelder, Sponsoren und Zuschauereinnahmen. Wir können kein Risiko eingehen. Große Investitionen wie sie andere Clubs tätigen, sind bei uns nicht erlaubt.“

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