Werder-Boss ist nach dem 6:3 gegen Aktobe sauer auf die Mannschaft

Allofs tobt: „Das ist kein Ergebnis“

Die Angst der Mauer vor dem Freistoß – aber bei der Schusskraft von Samat Smakov, der in dieser Szene das 3:6 erzielt, ist das durchaus nachvollziehbar.

Werder-Bremen - BREMEN (kni) n Es war mal wieder ein Spektakel im Weserstadion. Neun Tore – wo gibt’s die schon zu sehen? Doch Klaus Allofs fand den 6:3 (3:2)-Erfolg im Playoff-Hinspiel zur Europa League gegen den FK Aktobe alles andere als spaßig. Der Werder-Boss tobte nach dem Spiel: „Das ist kein Ergebnis für mich. So fehlerhaft darf man nicht spielen.“

Am liebsten hätte er sich die Mannschaft höchstpersönlich vorgeknöpft und eine Gardinenpredigt gehalten. Doch das überließ er Trainer Thomas Schaaf. „Man darf ja sein Pulver nicht zu schnell verschießen, die Saison ist ja noch lang“, lautete Allofs’ Erklärung. Und es klang fast so, als würde er weitere Auftritte wie diesen gegen den krassen Außenseiter aus Kasachstan befürchten. Denn Werder ist einfach nicht lernfähig. Geht’s gegen vermeintlich schwächere Gegner, wird nur das Nötigste getan und die Defensivarbeit vernachlässigt. „Es kann schon sein, dass wir die Kasachen nicht immer zu 100 Prozent ernst genommen haben“, gestand Kapitän Torsten Frings kleinlaut. Wohl wissend, dass so etwas einfach nicht passieren darf.

Genauso wenig wie die Szene vor dem ersten Gäste-Tor. „Einen so laufen zu lassen, das darf man auf diesem Niveau nicht. Das darf man nicht mal im Training“, kritisierte Allofs das Verhalten von Clemens Fritz. Der Hinweis, dass die Asiaten durchaus spielstarke Akteure in ihren Reihen hatten, brachte Allofs dann endgültig auf die Palme: „Der Zehner (Chairullin, Anm. d. Red.) war ja auch ohne Gegenspieler. Dann kann jeder schön spielen.“

Das will Allofs nicht mehr sehen. Weder am Sonntag im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach noch beim Rückspiel am Donnerstag in Aktobe. „Wir müssen uns im Klaren sein, dass wir so nicht spielen dürfen“, wütete der Boss und forderte: „Unser Ziel muss es sein, zu Null zu spielen.“ Aber wie soll das gelingen? In den letzten drei Pflichtspielen kassierte Werder schließlich sieben Gegentore.

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