Vertrauen für Petersen und Füllkrug

Allofs auf Stürmersuche

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Klaus Allofs

Donaueschingen · In 24 Tagen schließt das Transferfenster – bis dahin will Klaus Allofs noch mindestens ein Geschäft abwickeln. Der Werder-Geschäftsführer sucht nach einem Mittelstürmer, hat offenbar noch Millionen in der Hinterhand und einen Kandidaten bereits fest im Auge.

„Es gibt einen Stürmer, mit dem wir uns intensiv beschäftigen“, erklärte der 55-Jährige gestern zum Auftakt des Bremer Trainingslagers in Donaueschingen.

Um wen es sich dabei handelt, sagte Allofs natürlich nicht. Möglicherweise ist es Srdjan Lakic (28), um den sich Werder schon vor dessen Wechsel vom 1. FC Kaiserslautern zum VfL Wolfsburg bemüht hatte. Oder der Ex-Bayer Roque Santa Cruz (30), der bei Englands Meister Manchester City nur zweite Wahl ist.

Freilich, die Namen sind nur Spekulationen. Fakt ist dagegen, dass Allofs seine Fänge nach einem erfahrenen Mann mit nachgewiesener Qualität ausstreckt: „Es nützt uns nichts, wenn da nur einer mehr mit im Bus sitzt, wenn er uns nicht verbessert.“

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Werder Bremen trainiert in Donaueschingen

Von der Sorte hat Werder nämlich schon jemanden im Kader: Denni Avdic besetzt aktuell hinter Nils Petersen und Niclas Füllkrug die dritte Planstelle im Angriffszentrum. Doch der Schwede wärmt mittlerweile eben nur noch die Sitze im Bus und auf der Ersatzbank an, wird nicht mal mehr in Testspielen eingesetzt. Im „Liga-total-Cup“ am Wochenende in Hamburg bekam sogar Nachwuchsangreifer Johannes Wurtz den Vorzug.

Apropos „Liga-total-Cup“: In den Partien gegen Bayern München (6:4 n.E.) und Borussia Dortmund (8:7 n.E.) hinterließen sowohl Petersen als auch Füllkrug einen guten Eindruck. Während Petersen, die Leihgabe aus München, gegen seinen Ex-Club traf, jubelte Füllkrug in beiden Partien, bereitete zudem gegen den BVB ein weiteres Tor vor. Beide lieferten also Gründe zur Zufriedenheit. Die Suche nach einem weiteren Angreifer will Allofs auch nicht als Ausdruck des Misstrauens gegenüber dem Duo verstanden wissen. Im Gegenteil: Mit Petersen und Füllkrug sind er und Trainer Thomas Schaaf sehr zufrieden. „Wir können mit diesem Kader spielen“, sagte Allofs deshalb: „Aber was gut ist, kann noch besser werden.“

Vor allem die Altersstruktur im Angriff passt nicht. Mit 23 und 19 Jahren gehören Petersen und Füllkrug zur Kategorie Zukunftshoffnung. Was Werder braucht, ist ein verlässlicher Tor-Lieferant – wie es der nach München abgewanderte Claudio Pizarro war. Allofs: „Noch einen 18-Jährigen benötigen wir jedenfalls nicht. Jüngere haben wir schon genug im Kader.“ Für den neuen Mann könnte Werder Bremen aus dem Transferüberschuss der vergangenen zwölf Monate noch vier bis fünf Millionen Euro investieren. · mr/csa

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