Allofs sieht positiven Trend, aber auch noch viel Arbeit

Ärgerte sich mächtig über das Pokal-Aus in München: Werder-Sportchef Klaus Allofs.

MÜNCHEN (flü) · Auf dem steinigen Weg zurück in die Erfolgsspur, zurück zur spielerischen Leichtigkeit gab‘s für Werder in München einen Nackenschlag: das Aus im Pokal. Immerhin war erneut eine deutliche Leistungssteigerung bei den Bremern erkennbar gewesen. Raus mit Applaus möchte man sagen.

Weiter auf dem richtigen Weg zu sein, auch wenn das Ergebnis nicht stimmte und dem Spielverlauf nicht gerecht wurde, war immerhin ein kleiner Trost für die Hanseaten. „Wenn man etwas Positives mitnehmen will, dann war es die Leistung in der zweiten Halbzeit“, sagte Bremens Sportdirektor Klaus Allofs. Und Kapitän Torsten Frings ergänzte: „Da haben wir sehr gut gespielt und fast nichts zugelassen.“

Fast wohlgemerkt. Denn in der 74. Minute hatte sich niemand für Bastian Schweinsteiger verantwortlich gefühlt. Der Nationalspieler konnte sich den Ball in Ruhe zurechtlegen und ihn aus fast 30 Metern Entfernung zum 2:1-Siegtreffer der Bayern in den Winkel hämmern. Und das in einer Phase, in der die Münchner „überhaupt nichts zustande gebracht hatten“, wie es Trainer Thomas Schaaf verärgert formulierte. „Das war eine Einladung zum Toreschießen“, knurrte Allofs.

Doch dies war nicht der einzige folgenschwere Blackout der Bremer in dieser Partie gewesen. Schon vor dem 1:1, ebenfalls von Schweinsteiger erzielt (27.), hatte der Brasilianer Wesley geschlafen und das Abseits aufgehoben. Ein haarsträubender Fehler, schließlich hatte der Mittelfeldspieler noch genügend Zeit gehabt, sich aus der Zone herauszubewegen. „Es sind immer wieder diese individuellen Fehler, die für die Rückschläge sorgen“, seufzte Allofs. Diese Patzer müssten jetzt endlich abgestellt werden. Ebenso reiche es nicht, nur fast eine Halbzeit lang überzeugend zu spielen. „Wir müssen es hinbekommen, über die gesamten 90 Minuten konstant gut zu sein“, forderte der Werder-Boss. Nach dem frühen 1:0 in München durch Claudio Pizarro (2.), „haben wir das Fußballspielen eingestellt, das Spiel nur noch verwaltet und uns nicht mehr bewegt“, kritisierte Allofs.

Immerhin habe die Mannschaft nach der Pause eine Reaktion gezeigt und stark aufgespielt. Darauf, so Allofs, lasse sich aufbauen, „obwohl das Ausscheiden völlig unnötig war. Wenn man die Bayern zugelost bekommt, kann man schon mal damit rechnen, dass man ausscheiden könnte. Aber die Art und Weise war schon ärgerlich und bitter.“ Keine Frage . . .

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