Neuaufbau im Vordergrund / Schmitz im Visier

Allofs und Schaaf haben’s nicht eilig

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Nur die Ruhe: Werder-Trainer Thomas Schaaf 8r.) und Sportchef Klaus Allofs.

Bremen - Der erste Neuzugang ist fix – Mittelfeldspieler Mehmet Ekici (21) wird heute bei Werder offiziell vorgestellt. Und die Kaderplanung bei den Hanseaten läuft weiter auf Hochtouren, neuester Kandidat ist laut „Bild“ Schalkes Linksfuß Lukas Schmitz.

Der 22-Jährige (Vertrag bis 2012) soll sogar schon zu ersten Gesprächen in Bremen gewesen sein und rund eine Million Euro Ablöse kosten. Doch was ist mit den beiden Architekten, die den Neuaufbau der Bremer Mannschaft vorantreiben?

Sowohl der Vertrag von Trainer Thomas Schaaf (50) als auch der Kontrakt von Sportchef Klaus Allofs (54) laufen Ende der kommenden Saison aus. Wird’s auch hier bald Klarheit geben? Schließlich sollten auch diese Personalien geklärt werden, wenn Werder den Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht hat. Doch Allofs hat mit Vertragsverhandlungen keine Eile.

Aufsichtsratschef Willi Lemke, zusammen mit seinem Gremium zuständig für die Vertragsverlängerung des Geschäftsführers, wartet zwar bereits „auf das Signal von Klaus Allofs“, die Gespräche aufzunehmen. Doch der Sportdirektor setzt derzeit andere Prioritäten, was er aber nicht als Hinhaltetaktik oder unhöflich verstanden wissen will. „Ohne das als unwichtig abstempeln zu wollen: Ich beschäftige mich damit momentan nicht, denn ich muss mich mit Dingen auseinandersetzen, die absoluten Vorrang haben“, macht Allofs deutlich. Er will erst seinen Job erledigen, wie er betont. „Wir müssen eine Mannschaft zusammenstellen, die ausgewogen, konkurrenzfähig und zukunftsorientiert ist“, erklärt der 54-Jährige: „Das wird sehr viel Arbeit machen, zumal wir uns finanziell einschränken müssen.“ Die Verpflichtung von Ekici sei der erste Schritt gewesen, „jetzt warten auf uns noch weitere Aufgaben“. Grundsätzlich aber, so Allofs weiter, „kann ich sagen, dass bei mir das Interesse besteht, weiter für Werder Bremen zu arbeiten“.

Dieses Signal habe er auch von Schaaf erhalten, berichtet Allofs. „Ich habe mit dem Trainer darüber gesprochen. Wenn die Mannschaft steht und die Dinge laufen, werden wir uns an einen Tisch setzen und über einen neuen Vertrag sprechen.“ Dass am Ende bei Schaaf und Allofs eine weitere Zusammenarbeit mit Werder steht, ist sehr wahrscheinlich. Schließlich macht es wenig Sinn, jetzt eine Mannschaft für die Zukunft aufzubauen und den Club in einem Jahr zu verlassen. · flü

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