Werder-Boss spricht Machtwort – und ist nicht nur wegen Wieses Trikotpanne sauer

Allofs: „Zu 100 Prozent – Mertesacker bleibt!“

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Klaus Allofs redete und redete und redete – erst in Richtung Per Mertesacker, dann war Tim Wiese dran. Die Unterhaltung, der auf dem Trainingsplatz auch Coach Thomas Schaaf beiwohnte, erinnerte gestern Mittag doch sehr an eine Standpauke.

BAD WALTERSDORF · Klaus Allofs redete und redete und redete – erst in Richtung Per Mertesacker, dann war Tim Wiese dran. Die Unterhaltung, der auf dem Trainingsplatz auch Coach Thomas Schaaf beiwohnte, erinnerte gestern Mittag doch sehr an eine Standpauke.

Allofs hätte gestern Morgen lieber Jubelberichte über die Ankunft der Denn der Auftritt der beiden WM-Rückkehrer am Tag zuvor konnte den Verantwortlichen von Werder Bremen nicht gepasst haben. Erst hatte Mertesacker ein klares Bekenntnis zum Club vermissen lassen, dann waren Wiese kritische Töne zu seinem neuen Torwarttrikot herausgerutscht. Und weil die Journalisten das gleich in die Heimat funkten, herrscht nun dicke Luft in Bad Waltersdorf.

Werder Bremen - FK Rad Belgrad

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Bremer WM-Helden gelesen, „so wie bei den anderen Clubs“. Doch nun wird in Bremen nicht nur über einen vorzeitigen Wechsel von Mesut Özil, sondern auch über den Weggang von Mertesacker spekuliert. Das nervt Allofs. „Zu 100 Prozent – Per bleibt. Mehr als 100 Prozent geht ja nicht, oder?“, fauchte der 53-Jährige die Journalisten an: „Das ist doch auch das, was Per sagt. Es gibt kein Angebot für ihn. Und Per und sein Berater haben bei uns auch keine Anfrage gestellt.“

Dafür gibt’s Gerüchte über ein Interesse vom FC Arsenal sowie Mertesackers Aussagen am Ende der vergangenen Saison, er wolle gerne noch im Ausland spielen. Zusammen mit Mertesackers aktueller Weigerung, über seine Zukunft bei Werder zu reden, macht das eine ganz brisante Mischung. Das konnte selbst Allofs nicht übersehen: „Den einzigen Vorwurf, den man Per machen kann, ist der, dass er sich nicht klipp und klar zu Werder bekannt hat.“ Ob er das mittlerweile getan hat, möglicherweise in dem Gespräch auf dem Rasen des Thermenstadions, ließ Allofs offen. Oder besser gesagt: Der Clubchef behauptete, dass es um ganz andere Dinge gegangen sei.

Werder wieder komplett

Werder Bremen wieder komplett

Genauso wie bei Wiese. Die Trikotpanne spielte angeblich keine Rolle. Dabei ist Allofs wegen dieser Geschichte ziemlich sauer. In erster Linie auf die Medien, die sich über das zu große Trikot im Müllmänner-Look lustig gemacht hätten. Aber wohl auch auf Wiese, der die Nummer mit kernigen Aussagen („Das Ding trage ich nicht“) angeheizt hatte, und auf die logistische Abteilung, die bei der Größe nicht so genau hingeschaut hatte. Eigentlich alles nur eine Randnotiz, aber eine mit Folgen, wie Allofs anmerkte. So sei der Ausrüster wenig begeistert von Negativschlagzeilen, und für den Fanshop gebe es auch bessere Werbung.

Allerdings sorgen Torwarttrikots ohnehin nicht für reißenden Absatz. Dort laufen Shirts von Feldspielern wie Özil viel besser. Im Moment vielleicht aber auch nicht. Denn es ist offensichtlich, dass der Nationalspieler nicht mehr ganz so lange für Werder kickt. Und sein fehlendes Bekenntnis zu Werder hatte auch keine Konsequenzen. Özil musste nicht wie Mertesacker und Wiese zum vermeintlichen Rapport – und Allofs merkte zur nahen Zukunft des Spielmachers an: „Es ist zwar keine Hängepartie, aber ein kleines Fragezeichen ist da vielleicht schon.“

Im Klartext heißt das: Özil darf weg, Mertesacker nicht – und Wiese soll künftig weniger erzählen. Ob sich alle dran halten werden?

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