Ignjovski soll auch noch kommen

Allofs nutzt sofort das neue Vertrauen

Eine funktionierende Mannschaft ist Sportchef Klaus Allofs wichtig. ·

Werder-Bremen - DONAUESCHINGEN · Werder-Boss Klaus Allofs hat sich durchgesetzt und rasend schnell Fakten geschaffen: Nicht einmal 24 Stunden, nachdem der Aufsichtsrat nach einer Sitzung mit Allofs und dessen Geschäftsführer-Kollegen in Bremen den Transferstopp aufgehoben hatte, traf der Clubchef bereits mit Neuzugang Sokratis Papastathopoulos im Trainingslager in Donaueschingen ein.

Schneller geht‘s kaum – und Allofs plant schon den nächsten Deal.

Aleksandar Ignjovski (20/OFK Belgrad) steht seit Wochen auf dem Wunschzettel und wartet – wie zuvor Sokratis – auf einen Anruf von Allofs. „Wir möchten ihn gerne haben, weil er in der Zukunft von Werder eine gute Rolle spielen kann. Und wenn die Gelegenheit günstig ist, dann schnappt man gerne zu“, sagte der Werder-Boss gestern und verriet damit auch indirekt seine Taktik bei den Gesprächen mit den Finanzhütern: Werder darf jetzt nicht still stehen, sondern muss zukunftsorientiert handeln. Dafür kann dann auch mal ein Minus auf dem Konto stehen, das natürlich wieder verschwinden soll.

„Wir haben acht Jahre hintereinander schwarze Zahlen geschrieben, auf dieses Ziel arbeiten wir hin“, sagte Allofs: „Wir haben jetzt keinen Spieler verkauft. Aber wir werden immer wieder Spieler verkaufen, ob das in dieser Transferperiode ist, oder in der nächsten oder in einem Jahr, das kommt auf die Angebote an und darauf, ob man das dann auch will.“

Ganz klar: Allofs hat vom Aufsichtsrat den Auftrag bekommen, die Einnahmenseite zu verbessern, aber zugleich auch das Vertrauen erhalten, den Zeitpunkt dafür selbst zu wählen.

Im Machtkampf mit dem eher vorsichtigen Aufsichtsratschef Willi Lemke hat Allofs‘ „No risk, no fun“ (Kein Risiko, kein Spaß) vorerst gewonnen. Allerdings ist aus dem Clubchef längst kein Zocker geworden: „Ich habe immer gesagt, dass wir auf Dauer von den Kosten runter müssen. Aber man muss auch sehen, womit Werder Bremen sein Geld verdient: mit einer funktionierenden Mannschaft. Die muss auf Dauer international spielen.“

Sokratis soll dabei helfen, Mittelfeldspieler Ignjovski auch. Allerdings muss erst noch ganz scharf gerechnet werden. „Wir haben mit dem Aufsichtsrat besprochen, dass wir von Fall zu Fall entscheiden“, berichtete Allofs. Er will auf keinen Fall, dass der Eindruck entsteht, er würde nun im Alleingang handeln. Gemeinsam soll es vorangehen – und möglichst günstig. Bei Sokratis hat das offenbar gut geklappt. Die Leihgebühr soll Allofs noch von 800 000 auf 500 000 Euro gedrückt haben. · kni

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