Sportchef kritisiert faden Auftritt

Allofs nimmt sich Arnautovic zur Brust

Bremen - Er hat’s erneut verbockt und eine weitere große Chance nicht genutzt: Wegen des verletzungsbedingten Ausfalls von Sandro Wagner durfte Marko Arnautovic gegen Wolfsburg mal wieder von Beginn an spielen, rechtfertigte diesen Einsatz aber in keinster Weise.

Es wirkte schon fast lustlos, wie der 21-Jährige zu Werke ging. Arnautovic spielte uninspiriert, nörgelte mehr, als sich auf die Partie zu konzentrieren, winkte immer wieder ab und – und das war das Schlimmste: Er gab kurz vor Schluss sogar auf, als er einen Ball aus dem eigenen Feld einfach völlig unmotiviert nach vorne drosch, anstatt bis zur letzten Minute zu versuchen, mit der Mannschaft das Remis vielleicht doch noch zu packen.

Die Noten der Werder-Spieler

Verhängnisvolle Fehler und Flaute im Sturm

„Es begreifen nicht alle, wie und wo sie gefordert sind“, schüttelte Werder-Sportchef Klaus Allofs später nur den Kopf – und schob angesichts der scheinbaren Lernresistenz seines Sorgenkindes mit einem tiefen Seufzer hinterher: „Die Hoffnung haben wir schon noch . . .“

Abgang mit viel Frust: Marko Arnautovic bot gegen Wolfsburg eine erschreckend schwache Leistung. ·

Doch so langsam dürfte die Geduld mit Arnautovic ein Ende haben. Der 21-Jährige ist in seiner Entwicklung stehen geblieben. Zuletzt hatte Trainer Thomas Schaaf seinem Spieler vorgeworfen, sich im Training nicht mit der richtigen Einstellung für Einsätze zu empfehlen. Arnautovic’ Leistung gegen Wolfsburg bestätigte die Einschätzung des Coaches. „Das war nicht gut von Marko. Er muss noch eine Menge lernen. Das hat sich im Spiel wieder gezeigt“, monierte Allofs. Vor allem die eklatant schwache Zweikampfbilanz des Österreichers stieß Allofs sauer auf. Nur neun Zweikämpfe bestritt Arnautovic überhaupt, gewann davon lediglich zwei. Erschreckend! Das hatte Sandro Wagner in den Spielen vorher deutlich besser gemacht. „Mit Sandro hat das sehr gut funktioniert, weil er viel gearbeitet hat“, sagte Allofs – und gab dem gern verspielten Arnautovic einen guten Rat mit auf den Weg: „Im Abstiegskampf müssen wir das Messer zwischen den Zähnen haben.“

Allerdings darf bezweifelt werden, dass Arnautovic nach diesem Auftritt gegen Wolfsburg am Samstag gegen Dortmund die nächste Chance erhält. · flü

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