„Er bringt nicht das, was wir erwarten“

Allofs nimmt Rosenberg in die Pflicht

Bremen - Von Arne Flügge · Die Körpersprache auf dem Platz verrät, wie es derzeit um das Gemüt von Markus Rosenberg bestellt ist: nicht zum Besten. Werder Bremens Stürmer steckt in einem Tief, ist nicht in der Lage, sein Potenzial auszuschöpfen.

Und das zu einem Zeitpunkt, der ihm durch die Verletzungen von Claudio Pizarro, Hugo Almeida, Marcelo Moreno und Torsten Oehrl die größte Chance bietet, sich ins Team zu spielen. „Markus bringt nicht das, was wir von ihm kennen. Von dem, was er schon für uns gezeigt hat, ist er weit entfernt“, kritisiert Werder-Sportchef Klaus Allofs.

Eine langwierige Knieverletzung hatte den 27-jährigen Rosenberg zu Saisonbeginn zurückgeworfen. Jetzt ist er wieder fit, doch die Leistungen bleiben aus. Das ging sogar so weit, dass Trainer Thomas Schaaf den Schweden vor dem Bundesligaspiel beim VfL Bochum aus dem Kader geworfen und anschließend im DFB-Pokal gegen Kaiserslautern Nachwuchsspieler Torsten Oehrl den Vorzug gegeben hatte. Zuletzt in Nürnberg erhielt Rosenberg wieder einmal die Chance von Beginn an, enttäuschte aber auf der ganzen Linie.

„Es ist schade, dass Markus die für ihn gute Gelegenheit, sich bei uns in Position zu bringen, nicht nutzt“, bedauert Allofs.

Warum Rosenberg sein Potenzial nicht ausschöpft, ist für den Werder-Boss schwer zu ergründen. Allofs vermutet da in erster Linie ein mentales Problem. „Wenn du keine guten Leistungen zeigst und auch der Torerfolg ausbleibt, wird es häufig ganz schwer“, weiß der 52-Jährige. Doch damit dürfe sich Rosenberg nicht zufrieden geben oder gar abfinden. „Er muss wieder einen Zugang zu sich selbst finden und sich immer hinterfragen: Wie komme ich wieder zu meinem Spiel?“, fordert Allofs.

Sein Rat an Rosenberg ist daher, die „Dinge im Spiel zunächst einmal so einfach wie möglich zu gestalten“. Wichtig sei dabei, eine große Laufbereitschaft zu zeigen. Die hat der Sportdirektor bei seinem Stürmer zuletzt vermisst. „Er muss rackern und

nBewährung bis

nzur Winterpause?

den unbedingten Willen haben. Wenn Markus dafür alles tut, werden irgendwann auch wieder die Sicherheit und die Torgefahr zurückkommen.“ Bislang, so Allofs, „hatte ich nicht den Eindruck, dass Markus sein Spiel erzwingen wollte.“

Die Krise, in der Rosenberg steckt, scheint also nicht oberflächlich zu sein. Sie sitzt tiefer. Und es wird schwer für den Stürmer sein, da wieder herauszukommen. Am 15. März hat Rosenberg zuletzt für Werder in einem Pflichtspiel getroffen – ein Doppelpack in der Liga beim 4:0 gegen Stuttgart. Seitdem sucht der Schwede, zurückgeworfen auch durch seine Knieverletzung, nach seiner Form. Bislang hatten die Bremer noch Geduld mit ihrem Torjäger außer Dienst. Doch wie lange noch? Sollte Rosenberg, bis 2011 in Bremen unter Vertrag, auch in den kommenden Wochen nicht in die Spur zurückfinden, könnte es eng für ihn werden. Ein Verkauf in der Winterpause, bisher nur hinter vorgehaltener Hand kolportiert, wäre dann ein Thema.

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