Auch nach seinem London-Trip ist der De Bruyne-Wechsel noch nicht fix

Allofs muss vertrösten

Das Warten auf Kevin De Bruyne geht weiter. ·

Bremen - Zurück aus Olympia-City, aber weder hat Klaus Allofs in London die Luft der Spiele geschnuppert noch hat er Vermeldbares erreicht. Der Vorsitzende der Werder-Geschäftsführung hatte sich in der britischen Metropole mit Vertretern des FC Chelsea getroffen, um das Ausleihgeschäft des Belgiers Kevin De Bruyne perfekt zu machen. Doch nach der Rückkehr sagte Allofs gestern: „Es ist noch nicht soweit.“

Der Transfer wurde von belgischen Medien dennoch als perfekt gemeldet. Nicht richtig, sagte Allofs. Aber wohl auch nicht ganz falsch. Denn der Werder-Boss ließ durchblicken, was noch fehlt: „In solchen Gesprächen geht es darum, eine Einigung zu erzielen. Hat man die mündlich getätigt, muss sie auch noch schriftlich bestätigt werden.“ Und das war bis gestern nicht geschehen. Weshalb De Bruynes Ankunft in Bremen noch auf sich warten lässt. Der belgische Nationalspieler sei noch nicht in der Hansestadt, beteuerte Allofs gestern. Eine Vorstellung schon heute wird es nach Informationen dieser Zeitung nicht geben. Ziemlich sicher ist jedoch, dass De Bruyne bis zum Wochenende unter Vertrag genommen ist und am Sonntagabend – wie gewünscht – mit ins Trainingslager nach Donaueschingen reisen kann. Möglicherweise kann er sogar schon beim Liga-Total-Cup in Hamburg (Samstag gegen Bayern München, Sonntag gegen den Sieger oder Verlierer aus Hamburger SV - Borussia Dortmund) mitwirken.

De Bruyne wird nach Eljero Elia, Nils Petersen, Theodor Gebre Selassie, Assani Lukimya und Torhüter Raphael Wolf der sechste Neuzugang für den Profi-Kader – und der, dessen Position am wenigsten festgelegt ist. De Bruyne gilt in der Offensive als vielseitig einsetzbar. Er könnte eine Alternative zu den Flügelspielern Eljero Elia und Marko Arnautovic sein. Oder aber in Konkurrenz treten zu Aaron Hunt, Zlatko Junuzovic und Mehmet Ekici, die in den taktischen Formationen von Werder-Trainer Thomas Schaaf als zentrale Mittelfeldspieler vorgesehen sind. De Bruyne (17 Tore und 36 Assists in 118 Pflichtspielen für den KRC Genk) würde die Palette der Möglichkeiten erweitern, in dem 21-Jährigen steckt viel Phantasie.

Dem FC Chelsea war diese Phantasie vor einem Jahr acht Millionen Euro wert. Nun stehen die Engländer kurz davor, das Talent bereits zum zweiten Mal zu verleihen – für ein Jahr und ohne das Entgegenkommen einer Kaufoption für Werder. · csa

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