Nach dem Bayern-Spiel hat Werder „wieder Siegdruck“ / Schaaf warnt schon mal

Allofs‘ klare Ansage: „Jetzt müssen Punkte her“

Bremen - Gestern durften die Profis von Werder Bremen durchschnaufen. Nach der intensiven Partie gegen den FC Bayern (0:2), es war die dritte binnen sieben Tagen, gönnte Trainer Thomas Schaaf seinem Team den freien Sonntag. Regenerieren, die Niederlage verarbeiten, die Köpfe freibekommen – ab heute Nachmittag wird’s dann wieder ernst. Denn nun beginnt die Phase, in der Werder als Tabellenachter punkten muss, um im Kampf um die internationalen Plätze dranzubleiben.

„Natürlich wollen wir da oben reinrutschen – aber um das zu schaffen, müssen wir noch viele Dinge verbessern und in den nächsten Spielen Punkte einsammeln“, forderte Werder-Sportchef Klaus Allofs und ergänzte mit Blick auf das Auswärtsspiel am Freitag (20.30 Uhr) beim noch sieglosen Tabellenletzten FC Augsburg (zwei Punkte): „Jetzt haben wir wieder den Siegdruck, den wir gegen die Bayern nicht hatten.“ Ähnlich sieht es Mittelfeldmann Zlatko Junuzovic: „Nun kommen die Spiele, in denen Punkte her müssen. Wir müssen beweisen, dass wir oben mitspielen können.“ Nach Augsburg folgen die Partien gegen Gladbach, in Fürth und gegen Mainz. Scheinbar machbare Aufgaben, doch Trainer Thomas Schaaf warnte: „Es ist ein Irrglaube, die Bundesliga-Mannschaften in Kategorien einteilen zu können. Alle 18 sind gut. Schon in Augsburg müssen wir top drauf sein, um dort etwas zu holen.“

Die Bilder vom Spiel:

Werder Bremen - FC Bayern München

Gegen die Bayern klappte das nicht – obwohl Werder defensiv lange Zeit gut stand, wenig zuließ und den hohen Favoriten ärgerte. „Wir haben uns gegen eine absolute Top-Mannschaft gut gewehrt“, lobte Schaaf, schränkte allerdings ein: „Wenn man 80 Minuten vieles richtig macht, wünscht man sich das natürlich auch für 90 Minuten.“ Doch genau das war das Problem: In der Schlussphase wurde der Bayern-Druck riesig – und Werder hielt dem eben nicht mehr stand. Luiz Gustavo schoss mit einem 18-Meter-Schlenzer über Keeper Sebastian Mielitz hinweg das erste Loch ins Bremer Abwehr-Bollwerk (81.). Nur zwei Minuten später machte der eingewechselte Mario Mandzukic mit seinem sechsten Saisontor nach einem Bilderbuch-Konter über Franck Ribery und den bärenstarken „Joker“ Xherdan Shaqiri den Deckel drauf (83.). „Diesen Treffer kassiert man, wenn man alles riskiert“, sagte Werders Vizekapitän Aaron Hunt.

Zuvor hatten sich die Bremer wenig getraut – zu wenig, wie einige urteilten. Schaaf hätte sich von seinem jungen Team „ein bisschen mehr Mut, Selbstvertrauen und Überzeugung gewünscht, um Bayern in Verlegenheit zu bringen“. Junuzovic fand, „dass wir teilweise zu defensiv agiert haben. Wir hätten entschlossener sein sollen.“

Die Kollegen, die hauptsächlich fürs Toreverhindern zuständig sind, sehen das ein wenig anders. „Gegen Bayern darf man nicht so offensiv spielen, das haben wir gut gemacht. Die Taktik war perfekt“, meinte Sokratis. Und Innenverteidiger-Kollege Sebastian Prödl fügte hinzu: „Der Spagat zwischen Mut und Risiko war gut, da kann man uns nichts vorwerfen.“

Die Noten der Spieler

Die Noten: Werder Bremen - Bayern München

Dass es am Ende nicht reichte, lag an der großen Klasse und der Abgebrühtheit des Gegners vorm Tor, resümierte Werder-Kapitän Clemens Fritz: „Bayern spielt hervorragend, hat die Tore super rausgespielt. Um sie zu schlagen, muss alles zusamenpassen. Das war bei uns leider nicht ganz der Fall.“ · mr

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