Allofs hätte es mal gern etwas langweiliger . . .

Lobte die Reaktion der Mannschaft nach dem 1:1: Torsten Frings (re.).

Werder-Bremen - BREMEN (flü/kni) n Von Nervenkitzel hat Klaus Allofs genug. „Mir ist auch mal ein langweiliges 0:0 recht“, sagte der Werder-Sportchef nach dem zum Schluss glücklich erkämpften 2:1 (1:0) im DFB-Pokal gegen den FC St. Pauli.

Über weite Strecken hatten die Bremer das Spiel nach der 1:0-Führung von Aaron Hunt (28.) beherrscht und den Gegner im Sack gehabt, allerdings wieder einmal vergessen, diesen rechtzeitig zuzuschnüren. Vergebene Chancen vorn, Nachlässigkeiten hinten – und schon war’s passiert. „Wir haben dem Gegner zu viel Raum gegeben“, sagte Abwehrspieler Naldo. Und Torwart Tim Wiese meckerte: „Wir haben nach dem Wechsel wohl gedacht, es geht so weiter wie in der ersten Halbzeit. Da haben wir uns getäuscht.“

Der starke Charles Takyi glich zum 1:1 (75.) aus, und Werder musste sich in der Schlussphase gewaltig strecken, um durch Naldo noch den Siegtreffer zu schießen (82.).

„Eine Stunde lang habe ich gedacht, es könnte nichts passieren. Dann haben wir wieder Dinge gemacht, die wir einfach nicht machen dürfen“, monierte Allofs und zog eine Parallele zum Europa-League-Spiel vor einer Woche in Funchal, als Werder eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben hatte und erst durch eine Einzelaktion von Claudio Pizarro zum 3:2-Erfolg kam. „Es ist unnötig, dass wir uns immer wieder in solche Situationen bringen“, brummte der Werder-Sportchef, „das geht nicht immer gut.“

Angesichts der hohen Belastung durch die vielen Spiele müsse sein Team lernen, die Siege ökonomischer einzufahren. „Aber anscheinend laufen unsere Spieler gerne. Denn nach dem 1:1 mussten sie noch mehr laufen, um zu gewinnen.“ Auch Trainer Thomas Schaaf hätte es sich „gern etwas ruhiger gewünscht“.

Positiv war wie schon in Funchal, dass die Mannschaft nach dem Ausgleich wieder in die Spur gefunden hat. „Wir haben uns noch einmal zusammengerauft und letztendlich auch den verdienten Siegtreffer erzielt“, befand Kapitän Torsten Frings. Und angesichts der Tatsache, dass in der zweiten Runde gleich acht Bundesligisten rausgeflogen sind, zeigte sich dann auch Allofs wieder versöhnlich: „Wir kriegen es eben gut hin, in entscheidenden Spielen da zu sein. Das ist auch ein Zeichen von Qualität.“

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