„Für uns kann es kein anderes Ziel geben“ / Gegen Wolfsburg ist ein Spektakel fast schon garantiert

Allofs eröffnet die Titeljagd

Pokalsieger kontra Meister: Am Ende der vergangenen Saison trug Bremens Mesut Özil den DFB-Pokal spazieren…

Von Carsten Sander · Es gibt keinen besseren Moment als diesen: Vor dem Duell mit dem amtierenden Meister VfL Wolfsburg (heute, 15.30 Uhr, Weserstadion) lässt Werder Bremen die Katze aus dem Sack. Keine Rumdruckserei mehr, sondern klare Worte: Ja, Werder peilt in dieser Saison den Titel an.

„Für uns kann es kein anderes Ziel geben“, formulierte Sportdirektor Klaus Allofs einen Satz, der bis zum Ende der Saison in Stein gemeißelt bleibt und an dem die Bremer sich fortan messen lassen müssen.

Platz zwei in der Tabelle, die beeindruckende Serie von 20 Spielen ohne Niederlage sowie zum Teil noch beeindruckendere Leistungen machen offenbar sehr mutig. Doch Allofs findet es nur logisch, jetzt in die Offensive zu gehen. „Wir machen uns da keinen Stress und sagen: ,Wir dürfen das Wort Meisterschaft nicht in den Mund nehmen'. Wir haben gelernt, mit diesem Druck umzugehen“, erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung in einem Zeitungsinterview und lieferte damit die perfekte Vorlage für eine Frage, die heute plakativ über das Spiel gegen den VfL gestellt werden kann: Trifft der aktuelle den künftigen Meister?

Dieser Aspekt ist wie eine besondere Würze für eine Partie, die auch so schon scharf genug ist. Denn wenn Werder und Wolfsburg aufeinandertreffen, sind Tore garantiert. Allein in diesem Kalenderjahr fielen in drei Partien 16 Treffer – 5:2 im DFB-Pokal für Werder, 5:1 in der Liga für den VfL, 2:1 im Supercup für den Pokalsieger aus Bremen. Noch nie endete ein Vergleich torlos, bei Bundesliga-Duellen zwischen Bremern und „Wölfen“ fallen durchschnittlich 3,5 Tore. Und noch etwas spricht dafür, dass der Nachmittag im Weserstadion unterhaltsam wird. Werder ist mit 29 Treffern das offensivstärkste Team der Liga, liegt zudem mit 211 abgegebenen Torschüssen ebenfalls an der Spitze. Wolfsburg hat aus 206 Versuchen (Platz zwei) 25 Tore gemacht (Rang vier). Fazit Werder-Coach Thomas Schaaf: „Wolfsburg steht für eine Qualität, und wir haben auch etwas zu bieten.“ Für ein Fußball-Spektakel seien also „alle Voraussetzungen gegeben“.

Dann muss es ja nur noch so kommen. Aber bitte mit dem richtigen Sieger. Der soll Werder heißen, denn Werder will am Ende der Saison den Titel, den noch Wolfsburg trägt. „Da müssen wir nicht drumherum reden“, bekräftigte Klaus Allofs die ehrgeizige Zielsetzung.

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