Sensations-Wechsel nach Wolfsburg?

Allofs dementiert alles

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Klaus Allofs dementiert den Wechsel nach Wolfsburg

BREMEN - Spektakulärer Wechsel oder Mega-Ente? Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs hat am frühen Abend Berichte dementiert, wonach er kurz vor dem Absprung zum VfL Wolfsburg stehe. „Mir liegt kein Angebot des VfL Wolfsburg vor“, sagte der 55 Jahre alte Manager: „Es hat auch keine Gespräche gegeben. Also muss ich mich mit dem Thema nicht beschäftigen.“

Die „Wolfsburger Allgemeine Zeitung“ berichtet, dass sich Allofs mit dem Bundesliga-Konkurrenten bereits grundsätzlich auf einen Wechsel spätestens zur Winterpause geeinigt hat. Unterschrieben sei aber noch nichts. Im „kicker“ ist von intensiven Gesprächen die Rede. Und in der „Welt“ wird ein namentlich nicht genannter Werder-Verantwortlicher zitiert: „Wir werden Allofs keine Steine in den Weg legen, wenn er gehen möchte.“

Klaus-Dieter Fischer, Allofs’ Geschäftsführerkollege, hat den Meldungen schon vor Allofs’ Dementi keinen Glauben geschenkt. „Wir wissen in der Geschäftsführung nichts davon. Und bei dem Verhältnis, das wir untereinander pflegen, wüssten wir so etwas“, sagte er gegenüber dieser Zeitung.

Allofs war schon vor zwei Jahren – also bevor der VfL Wolfsburg den vor wenigen Wochen entlassenen Felix Magath als Manager und Trainer installierte – ein heißes Thema bei den „Wölfen“. Damals wollte der Club Trainer Thomas Schaaf gleich mitverpflichten. Doch beide lehnten ab.

Das Wolfsburger Interesse ist deshalb aber nicht erloschen. VfL-Aufsichtsratsmitglied Stephan Grühsem sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Klaus Allofs ist mit seinem Profil ein Manager, der sicher jedem Club gut zu Gesicht stehen würde.“ Aussagen wie diese gaben den Gerüchten Nahrung.

Zudem steckt Allofs mit Werder in schwierigen Zeiten. Gerade hat der Vorsitzende der Geschäftsführung auf der Werder-Mitgliederversammlung ein Minus von 13,9 Millionen Euro verkünden müssen. Der finanzielle Handlungsspielraum bei Werder ist in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgegangen. Das sind Probleme, die der VfL Wolfsburg dank der Finanzkraft von Sponsor VW nicht kennt.

Vom Sog der Allofs-Spekulationen wird auch Thomas Schaaf erfasst. Zum einen wegen des VfL-Interesses in der Vergangenheit. Zum anderen weil er im vergangenen Herbst bei Vertragsverhandlungen seinen Verbleib bei Werder auch an die Entscheidung von Klaus Allofs geknüpft hatte. „Für mich ist wichtig, wer mein erster Ansprechpartner ist. Es wäre eine andere Situation gewesen, wenn Klaus aufgehört hätte“, hatte Schaaf im Dezember 2011 gesagt – kurz nachdem er seinen Vertrag bis 2014 verlängert hatte. Quasi zeitgleich hatte Allofs bis 2015 unterschrieben.

Am Nachmittag wehrte Schaaf Nachfragen zum Thema Wolfsburg konsequent ab. „Von mir gibt es dazu keine Aussage – generell nicht. Alles, was ich sagen würde, würde Spielraum für Interpretationen bieten.“

csa/mr/kni

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