„Die Gespräche sind schon sehr weit“

Allofs hat de Bruyne an der Angel

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Kevin de Bruyne

Bremen - Der Nächste, bitte: Kevin de Bruyne steht kurz vor einem Wechsel zu Werder Bremen! Der 20-jährige Belgier, der offensiv auf beiden Flügeln und auf der „10“ spielen kann, soll vom FC Chelsea ausgeliehen werden. „Wir haben einige Gespräche geführt und sind schon sehr weit.

Aber leider noch nicht so weit, dass wir den Transfer schon vermelden können“, sagte gestern Werder-Sportchef Klaus Allofs.

Die letzten Hürden scheinen jedoch, extrem niedrig zu sein. So gab Chelsea gestern die Verpflichtung von Supertalent Oscar bekannt. Der 20-jährige Spielmacher aus Brasilien (Internacional Porto Alegre), der ab heute bei Olympia spielt, ist den Londonern angeblich die Ablösesumme von 30 Millionen Euro wert. Da sich im Chelsea-Mittelfeld bereits Stars wie Eden Hazard (kam für 40 Millionen Euro aus Lille), Marko Marin (für 9,8 Millionen von Werder Bremen), Spaniens Europameister Juan Mata, Englands Youngster Daniel Sturridge und Oscars Landsmann Ramires tummeln, wird ein de Bruyne eigentlich nicht gebraucht.

Fotos vom Werder-Test gegen Aberdeen

Testspiel: Werder Bremen gegen Aberdeen

Werder ist sich mit dem Spieler offenbar schon einig. „Wir bemühen uns schon seit Monaten um Kevin und haben mehrfach mit ihm und seinem Berater gesprochen. Natürlich auch mit Chelsea. Der Spieler hat sehr großes Interesse signalisiert“, verriet Allofs. Und de Bruyne war kürzlich von goal.com mit den Worten zitiert worden: „Für mich ist es wichtig zu spielen. Wenn das nicht in Chelsea passiert, ist es vielleicht besser zu einem anderen Verein zu gehen und ein paar Spiele zu bekommen.”

Gekauft wird de Bruyne, der optisch an Prinz Harry erinnert, in diesem Sommer aber auf keinen Fall. „Wenn man sieht, dass Chelsea im Winter fast zehn Millionen Euro für ihn bezahlt hat, weiß man: Das können wir nicht machen“, erklärte Allofs. Wie ein Ausleihgeschäft aussehen kann, mochte der 56-Jährige nicht en Detail sagen: „Das ist noch zu früh.“ Vermutlich wird es aber um ein Jahr gehen – ohne Kaufoption. Und selbst wenn eine solche Klausel in den Vertrag eingearbeitet würde, wäre die Ablöse für Werder sehr hoch. Denn Chelsea hat das große Talent erst im Januar für rund acht Millionen Euro vom KRC Genk geholt und es bis Saisonende direkt wieder zurückgegeben. In der belgischen Jupiler League schoss der 20-Jährige in 22 Spielen acht Tore, bereitete zehn weitere Treffer vor.

Derzeit befindet sich der belgische Nationalspieler (zwei Einsätze) mit Chelsea auf einer Sommertour durch die USA, die am Samstag endet. Gut möglich, dass er dann nicht nach London zurückfliegt, sondern direkt nach Bremen kommt – vielleicht sogar schon eher. „Ich sehe keinen Grund, einen Zeitpunkt zu nennen. Aber wir versuchen, das in den nächsten Tagen hinzubekommen“, sagte Allofs.

Kommt auch der

Franzose Remy?

Weniger auskunftsfreudig gab sich der Bremer Sportchef beim Thema Hakan Calhanoglu. Wie es im Ringen mit dem Drittligisten Karlsruher SC (fordert drei Millionen Euro für das 18-jährige Mittelfeld-Talent) aussieht, verriet Allofs nicht: „Ich werde nicht jeden Fortschritt, Rückschritt oder Stillstand verkünden.“

Insgesamt prüfe Werder auf dem Transfermarkt „einige Möglichkeiten“, meinte Allofs. Ein Kandidat für die Abwehr könnte der Franzose William Remy sein. Der 21-jährige Innenverteidiger spielte zuletzt beim Zweitligisten RC Lens und ist ablösefrei zu haben. · mr/kni

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