Trotzdem wieder auf Kuschelkurs mit Pizarro

Allofs‘ Bemühungen „teilweise blockiert“

Bremen - Eben noch Ultimatum, jetzt schon wieder Kuschelkurs. Werder-Chef Klaus Allofs hat die angedeutete harte Gangart gegen den in Sachen Vertragsverlängerung unentschlossenen Claudio Pizarro schon wieder verlassen.

Am Sonntag noch hatte Allofs Druck gemacht, auf ein zeitnahes Ende der Hängepartie gedrängt („Claudio muss sich jetzt entscheiden“). Gestern hörte sich das Ganze schon wieder ganz anders an. Allofs erklärte: „Wir können nur in gewisser Form Druck ausüben. Aber zu sagen: ,Bis heute Abend musst du dich entschieden haben‘ – das wollen wir nicht, dafür ist es eine zu wichtige Personalie.“ Mit anderen Worten: Pizarro darf sich weiter Zeit nehmen.

Lässt sich Werder etwa von seinem Torjäger auf der Nase herumtanzen? Der Club wartet und wartet, aber Pizarro rührt sich nicht. Dabei brauchen die Bremer sein Ja oder Nein, denn mit einem Jahresgehalt von vier Millionen Euro ist der 33-Jährige der größte Posten im Spieleretat. Das Geld für ihn reservieren oder anderweitig verplanen – Allofs hängt in der Luft. Er gibt zu: „Unsere Bemühungen im Offensivbereich sind teilweise blockiert.“ Also bitte, Claudio Pizarro: Es ist an der Zeit, Farbe zu bekennen!

Über die Gründe für sein Zögern kann nur spekuliert werden. Ohne dies im Übermaß tun zu wollen, ist doch zu vermuten, dass es entweder mit fehlenden Signalen von Bayern München oder mit der Hoffnung auf neue Möglichkeiten in Italien, England, Spanien zu tun hat, wenn dort am Wochenende die Serien beendet sind. Allofs’ Aussage, Pizarro lasse Werder „nicht bewusst zappeln oder hängen“ mag hingegen verstehen, wer will.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung hat sich bis auf weiteres Zurückhaltung auferlegt. „Ich rufe ihn nicht morgens, mittags und abends an“, sagt der Werder-Sportchef und beteuert: „Ich bin gelassen. Wirklich.“ Trainer Thomas Schaaf angeblich auch. Auf einer Tagung in Bremen plauderte er vor Kollegen aus dem Bund Deutscher Fußball-Lehrer aus, was sein Gefühl ihm sagt: „Er bleibt.“ · mr/csa

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