Sportchef kritisiert VdV: „Sie weiß nicht, was bei uns los ist“

Allofs‘ Attacke

Erzürnt: Sportchef Klaus Allofs.

Werder-Bremen - BREMEN (flü/sid) · Im Rahmen der Diskussionen um die eingefrorenen Spielergehälter hat Werder-Sportchef Klaus Allofs die Vereinigung deutscher Vertragsspieler (VdV) scharf attackiert. „Die VdV äußert sich zu Dingen, von denen sie keine Ahnung hat. Sie weiß doch gar nicht, was bei uns los ist. Werder Bremen hat sich immer korrekt verhalten“, ereiferte sich der Sportdirektor nach dem 2:1-Sieg gegen den SC Freiburg.

Die VdV hatte zuletzt erklärt, dass die Profis im Falle einer Gehaltskürzung Rechtsmittel einlegen könnten. Ob Werder die September-Gehälter aufgrund der zwischenzeitlich schwachen Leistungen der Profis tatsächlich zu 50 Prozent eingefroren hat, dazu wollte Allofs auch am Samstag keine Stellung nehmen. „Es gibt bei uns nichts, was geklärt werden muss. Wir haben das nicht öffentlich behandelt, weil es bei uns Gesetze gibt, die wir schon seit Jahren pflegen. Wir lösen unsere Probleme intern“, meinte der 53-Jährige: „Wir ergreifen manchmal ungewöhnliche Maßnahmen. Alle Maßnahmen, die wir treffen, haben aber nur ein Ziel: Das Potenzial der Mannschaft zu wecken.“

Und so ganz falsch könnten die Maßnahmen nicht gewesen sein, wie es Allofs formulierte: „Messbar sind für uns die Ergebnisse. Da stehen ein Sieg gegen den Hamburger SV, das Unentschieden bei Bayer Leverkusen und jetzt der Sieg gegen den SC Freiburg.“

Die VdV wehrt sich unterdessen. Der ehemalige Werder-Profi und VdV-Ehrenpräsident Benno Möhlmann erklärte am Samstagabend, dass die Vereinigung gefragt worden sei, ob ein derartiges Vorgehen grundsätzlich erlaubt ist. „Das ist es eben rechtlich nicht“, sagte Möhlmann, zeigte aber auch Verständnis: „Der Grund dafür dürfte klar sein. Klaus Allofs wollte den Spielern einfach mal zeigen, wie es den Zuschauern geht, wenn sie nur 50 Prozent Leistung sehen. Vielleicht geht es den Spielern ähnlich, wenn sie nur 50 Prozent Geld bekommen. Dass der Verein das grundsätzlich bezahlen muss, ist dem Klaus Allofs auch klar.“

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