Allofs: „Alle kaufen Spieler, das sorgt für Unruhe“

Klaus Allofs

Werder-Bremen (kni) · Als wäre die sportliche Krise bei Werder Bremen nicht schon schlimm genug: Ausgerechnet in diesen unangenehmen Bremer Tagen präsentiert Nordrivale Hamburger SV in Ruud van Nistelrooy einen spektakulären Neuzugang.

Das schmerzt die Werder-Fans, die sich gerne auch einen weiteren Klasse-Stürmer neben Claudio Pizarro gewünscht hätten. „Alle kaufen Spieler, erst Schalke, jetzt Hamburg, das sorgt natürlich in unserem Umfeld für Unruhe“, sind Klaus Allofs die Begehrlichkeiten der Anhänger nicht entgangen. Doch der Werder-Boss stellt auch ganz nüchtern fest: „Wir lassen uns dadurch nicht von unserem Weg abbringen. Wir sind davon überzeugt: Unsere Mannschaft hat die Klasse, um es in den nächsten Wochen besser zu machen.“

Ausschließen will Allofs einen Neuzugang bis zum Ende der Transferzeit Ende des Monats zwar nicht („Man weiß ja nie“), aber er bezeichnet das als „sehr unwahrscheinlich“. Seine Begründung: „Es gibt im Moment keinen Spieler, der uns entscheidend weiterhelfen würde und dabei finanziell machbar wäre.“ Eine alt bekannte Aussage. Geld für neue Spieler muss erst verdient werden – und das geht bei Werder eben nur durch das Erreichen der lukrativen Champions League oder durch Verkäufe. Ersteres ist in dieser Saison praktisch ausgeschlossen. Immerhin beträgt der Rückstand auf einen Champions-League-Platz schon satte zehn Punkte. Einträgliche Verkäufe – wie Diego – kann’s auch erst im Sommer geben. Denn die Spieler, die Werder schon jetzt abgeben würde, dürften kaum etwas in die Kasse spülen. Immerhin ist Allofs weiterhin optimistisch, Akteure wie Jurica Vranjes, Dusko Tosic, Said Husejinovic oder auch Marcelo Moreno zumindest noch von der Gehaltsliste streichen zu können.

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