22-Jähriger macht nach Leisten-OP Fortschritte und will zum Vorbereitungsstart fit sein

Alles perfekt bei Mehmet Ekici

Zuversichtlich: Spielmacher Mehmet Ekici. ·

Bremen - Was macht eigentlich Mehmet Ekici? In erster Linie deutliche Fortschritte. Am 4. April war der Mittelfeldmann in Berlin an der Leiste operiert worden – wenn Werder Anfang Juli in die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison startet, will er wieder richtig mitmischen: „Wahrscheinlich klappt das, die Prognose ist sehr gut.“

Der 22-jährige Türke ist seit seiner Operation von Werders Bildfläche verschwunden – und das, obwohl er die ganze Zeit in Bremen weilt. Er arbeitet allerdings nicht im Weserstadion, sondern im Rehazentrum des Klinikums „Links der Weser“ an seinem Comeback. „Ich bin hier zwei Mal am Tag in Behandlung und in guten Händen. Es läuft soweit ganz gut, ich habe keine Schmerzen mehr“, sagte Ekici gestern Nachmittag.

In der ersten Woche nach dem Eingriff konnte er „noch nichts machen. Danach ging es Schritt für Schritt weiter. Und jetzt ist alles perfekt, auch die Narbe ist gut verheilt.“ Sein Reha-Programm besteht derzeit aus Laufen, Stabilitätsübungen und Krafttraining. Wann er die nächste Stufe erreicht und wieder mit dem Ball trainieren kann, mag Ekici noch nicht abschätzen: „Ich habe genug Zeit, keinen Druck und will nichts überstürzen.“

Erst mal ist der 22-jährige Spielmacher froh, dass seine hartnäckigen Probleme an der Leiste nun wohl endlich behoben sind: „Natürlich bin ich erleichtert, natürlich ist das befreiend. Es ist gut für den Kopf und den Körper.“

In der vergangenen Sommervorbereitung war der gerade für fünf Millionen Euro vom FC Bayern verpflichtete Ekici gleich mit Beschwerden ausgefallen. Dafür sei aber eine Schambeinentzündung ursächlich gewesen, wie Werder kürzlich klarstellte. Die Probleme, die ihm dann seit März zu schaffen machten, waren nach Vereinsangaben die Folge einer Leistenoperation 2010, als Ekici noch bei den Bayern spielte. Nach und nach habe sich ein Narbenfeld gebildet, das die Nerven einengte und Schmerzen verursachte. Bei der Operation wurden die Nerven befreit.

Vom weiteren Heilungsverlauf hängt nun ab, ob Ekici noch einen kurzen Urlaub einschieben kann oder ohne Pause weiterschuften muss: „Das müssen wir noch absprechen.“ In knapp zwei Wochen wird er wahrscheinlich erst mal zur türkischen Nationalmannschaft (bestreitet drei Testspiele) reisen und dort seine Reha fortsetzen. Coach Abdullah Avci, seit 17. November 2011 im Amt, „möchte, dass ich komme, obwohl ich noch nicht fit bin. Wir befinden uns in einem Umbruch, da soll auch ich zumindest präsent sein. Ich finde, das ist ein gutes Zeichen“, meinte Ekici.

Nicht gut, sondern schwach war seine erste Saison im Werder-Trikot. Ein Tor, vier Vorlagen in 21 Bundesliga-Spielen – eine magere Bilanz. Über die Vergangenheit spricht Ekici deshalb nur ungern, dafür lieber über die Zukunft, die deutlich besser werden soll: „Natürlich gehe ich optimistisch in die neue Saison, ich bin ein fester Bestandteil der Mannschaft. Ich greife an!“ · mr

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