Schalke lässt Linksfuß für 900 000 Euro ziehen / Allofs setzt auf starke Standards

Alles klar mit Schmitz: Werder wird gefährlicher

Lukas Schmitz besuchte schon vor einer Woche für den Medizincheck seine neue Heimat – das Weserstadion. ·

Von Björn Knips - Nach Sebastian Boenisch nun Lukas Schmitz: Der SV Werder Bremen holt erneut einen Linksverteidiger vom FC Schalke 04. Gestern machten beide Clubs den Transfer – wie erwartet – perfekt.

Werder überweist dem Vernehmen nach eine Ablöse von 900.000 Euro nach Gelsenkirchen. Schmitz erhält einen Vierjahresvertrag in Bremen. Dort ist der 22-Jährige aber nicht nur als Ersatz für den seit einem Jahr verletzten Boenisch (kam 2007 an die Weser) vorgesehen.

„Wir finden, dass Lukas das bei Schalke auf der linken Seite sehr gut gemacht hat – und zwar sowohl in der Viererkette als auch im Mittelfeld“, erklärt Werder-Boss Klaus Allofs. Dass Schmitz auf Schalke seit dem Trainerwechsel von Felix Magath zu Ralf Rangnick die Rolle eines guten Linksverteidigers nicht mehr zugetraut wurde, interessiert Allofs nicht: „Lukas hat das nötige Potenzial. Doch Spieler werden immer mal wieder unterschiedlich gesehen. Das ist auch gut so, sonst hätten wir damals einen Mesut Özil nicht aus Schalke wegbekommen.“

Den medizinischen Check hatte Schmitz bereits vor einer Woche in Bremen absolviert, weil er sich mit Werder längst einig war. „Wenn man sich mit der Bundesliga beschäftigt, dann muss man sich auch für Werder Bremen interessieren. Sie haben immer mit starken Mannschaften für Furore gesorgt. Ich freue mich, dass ich jetzt Bestandteil von Werder sein kann“, wird Schmitz in einer Pressemitteilung des Clubs zitiert. Die offizielle Vorstellung soll später folgen, wahrscheinlich beim Trainingsauftakt am 29. Juni. Dem fiebert Schmitz schon entgegen: „Ich hoffe, dass die Zeit bis zum Trainingsstart schnell vergeht und wir uns mit einem jungen, hungrigen Team in den Vordergrund spielen können.“

Werder sieht in Schmitz einen „jungen deutschen entwicklungsfähigen Spieler mit ein bisschen Erfahrung“, wie Allofs betont. Schließlich kann der Neuzugang 52 Bundesliga-Einsätze, acht Champions-League-Partien und neun DFB-Pokalspiele vorweisen. Zwei Tore und elf Vorlagen stehen in seiner Statistik. Dazu passt, dass Allofs hervorhebt: „Lukas ist für seine guten Standards bekannt. Da wird er uns gefährlicher machen.“

Aber dafür muss sich Schmitz erst in die Startelf spielen. Noch gehört Mikael Silvestre die linke Abwehrseite. Der 33-jährige Franzose hat sich nach einer katastrophalen Hinrunde in seinen Leistungen stabilisiert und wird seinen Platz nicht kampflos räumen. Allerdings: So lange Werder nur verletzte Innenverteidiger hat, wird Silvestre dort gebraucht. Und eine Rückkehr von Boenisch (Knorpelschaden) wird noch einige Monate auf sich warten lassen. Damit ist der Weg für Schmitz erst einmal frei.

Lukas Schmitz

Position: Abwehr und Mittelfeld links

Geboren: 13.10.1988

Nationalität: deutsch

Größe: 1,84

Gewicht: 80 kg

Bisherige Vereine : FC Schalke, FC Schalke II, VfL Bochum II, TSG Sprockhövel – Jugend: TSG Sprockhövel, VfL Bochum TuS Bredenscheid, DJK Märkisch Hattingen

Bundesliga-Einsätze/Tore: 52/2

Champions-L.-Ein./Tore: 8/0

Familienstand: ledig

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