Transfer wird heute verkündet / Niederländer bekommt einen Vertrag bis 2016

Alles klar mit Juventus: Werder kauft Eljero Elia

Daumen hoch für eine Zukunft bei Werder: Eljero Elia absolvierte gestern in Bremen den Medizincheck. ·

Werder-Bremen - NORDERNEY · Ausleihen? Nein! Kaufen? Ja! Werder Bremen steht unmittelbar vor der Verpflichtung des ehemaligen niederländischen Nationalspieler Eljero Elia vom italienischen Meister Juventus Turin. In einer gestern Abend verbreiteten Pressemitteilung verkündete der Club eine Verständigung „in allen grundlegenden Punkten“ des Transfers. Bis 2016 soll Elia unter Vertrag genommen werden, die Ablöse soll unter der Marke von sechs Millionen Euro liegen.

Exakte Zahlen wird es heute geben, wenn Juventus die Daten des Geschäfts offenlegt. Dazu ist der Club als börsennotiertes Unternehmen verpflichtet. Die Wirtschaftsform des italienischen Meisters ist auch der Grund, weshalb nicht schon gestern Vollzug gemeldet wurde. Juventus hat eine Auskunftspflicht und ist an Werktage gebunden.

Eljero Elia auf Norderney

Eljero Elia ist bei Werder Bremen

Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs hatte schon am Nachmittag signalisiert, dass die Verhandlungen in die richtige Richtung laufen: „Mit dem Spieler sind alle Voraussetzungen getroffen. Und mit Juventus befinden wir uns in der letzten Runde.“

Allofs war am Samstag, als die Mannschaft ins Trainingslager auf Norderney aufbrach, in Bremen geblieben, um die Dinge mit Elia und Juventus zu regeln. Der 25-Jährige absolvierte gestern Vormittag vor Werder-Ärzten den Medizincheck und bestand. Unterdessen klärte Allofs mit Juventus die Wechsel-Modalitäten. Das Modell des Ausleihgeschäfts mit Kaufoption (angeblich waren 2,5 Millionen Euro Gebühr für zwei Jahre von Juve gefordert) wurde verworfen, stattdessen ging Werder finanziell richtig in die Vollen.

Lesen Sie dazu den Kommentar von Carsten Sander

Club-Chef Allofs und Hoffnungsträger Elia werden nun heute auf Norderney erwartet. Auf der Urlaubsinsel hat Trainer Thomas Schaaf damit begonnen, eine Mannschaft zu formen, die an alte Erfolge anknüpfen kann. Und Elia wird dabei eine tragende Rolle einnehmen. Er ist der Spieler, der einer taktischen Neu-Orientierung bei Werder zusätzlichen Sinn gibt. Als Außenstürmer hat er einst beim Hamburger SV die Bundesliga verzückt, als Außenstürmer soll er auch in Bremen einschlagen. Mit ihm auf links und Marko Arnautovic auf rechts hat Werder nun eine Flügelzange zusammen, die zwei Jahre lang bei Twente Enschede gut funktionierte – sagt jedenfalls Arnautovic: „Ich würde mich freuen, wenn wir wieder zusammenspielen würden. Wenn er hierher kommt, muss er alles für uns geben. Und wenn er das macht, ist er eine Riesenbereicherung für uns.“

Die von Arnautovic gewählten „Wenns“ machen allerdings deutlich, dass selbst der Ex-(und-bald-wieder-)Kollege sich nicht ganz sicher ist, dass Elia sportlichen Fortschritt bei Werder garantiert. Dem 26-fachen Nationalspieler haftet der Ruf an, schnell mal die Lust am Spiel zu verlieren. Dann, wenn es Gegenwind gibt. Dann, wenn nicht alle lieb zu ihm sind. Möglicherweise waren diese oder ähnliche Gründe auch verantwortlich dafür, dass Elia in der vergangenen Saison bei Juventus nur zu vier Einsätzen kam – und das, obwohl die Italiener ihn für zehn Millionen Euro vom HSV losgeeist hatten.

Auch in Hamburg war die erste Begeisterung über Elias Fähigkeiten schnell der Erkenntnis gewichen, dass dieser Junge vieles in sich trägt, nur nicht den Hang zur Konstanz. Werder will das ändern, geht das Risiko ein, mit Elia möglicherweise genauso auf die Nase zu fallen wie mit 7,8-Millionen-Euro-Flop Carlos Alberto oder wie mit Arnautovic, der bislang auch nicht das zeigt, wofür die Bremer sechs Millionen Euro an Twente überwiesen hatten. Werder greift erneut ins Feuer und ist sich dessen bewusst. Allofs: „Wenn man gar keine Risiken mehr eingeht, muss man die Arbeit einstellen.“ · csa

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