Werder wartet auf Ja-Wort von Inter

Alles klar mit Caldirola

Bald wohl ein Bremer: Luca Caldirola. ·
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Bald wohl ein Bremer: Luca Caldirola. ·

Bremen - Da bahnt sich Historisches an: Luca Caldirola könnte der erste echte Italiener sein, der das Trikot des Bundesligisten SV Werder Bremen trägt. Der Wechsel des 22-Jährigen von Inter Mailand an die Weser steht kurz bevor.

Nach Informationen dieser Zeitung ist sich Werder mit dem U 21-Nationalspieler bereits einig – und auch die Verhandlungen mit Inter Mailand sind weit vorangeschritten. Es geht nur noch um Details – wie zum Beispiel ein mögliches Rückkaufrecht der Mailänder. Die Ablöse für den Innenverteidiger soll bei drei Millionen Euro liegen.

„Ich werde das nicht kommentieren“, meinte Werder-Sportchef Thomas Eichin auf Anfrage dieser Zeitung, sagte dann aber zumindest noch: „Ich dementiere es auch nicht.“ Eine indirekte Bestätigung der Personalie. Doch Eichin will nicht zu viel verraten, weil der Spieler ziemlich begehrt ist. So hat sich auch Eintracht Frankfurt um die Dienste des 22-Jährigen bemüht. Der will aber zu Werder und dort Nachfolger von Sokratis werden. Der Grieche war vor zwei Jahren ebenfalls aus Italien an die Weser gewechselt. Nun hat ihn Champions-League-Finalist Borussia Dortmund für eine Ablöse von neun Millionen Euro verpflichtet. Eine ähnliche Entwicklung wird auch Caldirola zugetraut, obwohl er zuletzt nur in der Serie B gespielt hat – bei Brescia Calcio. Dort gehörte er immerhin zu den Führungsspielern, genauso wie in der italienischen U 21. Bei der EM in Israel war er Kapitän und wurde trotz der Finalpleite gegen Spanien von der UEFA in die Turnierauswahl berufen, die 23 Spieler umfasst.

Der Linksfuß hat auch im Verein international gespielt – mit Inter im Dezember 2011 in der Champions League gegen ZSKA Moskau. Auslandserfahrung hat er ebenfalls. Sein Gastspiel in der Saison 2010/11 beim niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim war jedoch weniger erfolgreich.

Das ist zwei Jahre her, Caldirola inzwischen durch erfolgreiche Ausleihen an Brescia und Cesena gereift. Er gilt als ein Innenverteidiger, der mit seinen 1,89 Meter nicht nur zweikampf- und kopfballstark ist, sondern eine Viererkette auch führen und dirigieren kann.

Mit Italienern hat Werder übrigens gute Erfahrungen gemacht. Die Südamerikaner Claudio Pizarro und Diego besaßen auch einen italienischen Pass, weil sie Vorfahren in Europa hatten und somit von der Ausländerklausel für Nicht-EU-Ausländer befreit waren. · kni

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