Alles geklärt? Von wegen!

Jürgen L. Born fühlt sich rehabilitiert, doch die Geldflüsse über seine Konten werfen immer noch Fragen auf.

Bremen (csa) - Der Kernsatz steht am Ende des ersten Teils. Auf Grundlage der Untersuchungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PWC) „sieht der Aufsichtsrat von Werder Bremen keine Beweise dafür, dass Herr Born Werder Bremen einen wirtschaftlichen Schaden zugefügt hat“.

So ist es in der Erklärung, die das oberste Club-Gremium am Samstag verbreitete, zu lesen. Born, der in Verdacht stand, bei den Vertragsabschlüssen von Roberto Silva (2001) und Nelson Valdez (2004) mitverdient zu haben, gilt damit als rehabilitiert. „Ich fühle mich auch so“, sagte er gestern. Aber Fragen bleiben.

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Stellungnahme des Werder-Aufsichtsrates

Born, auch das ist Ergebnis der Prüfungen, hat in drei Fällen Geld von Spielerberater Carlos Delgado aus Peru überwiesen bekommen. Doch sei das Geld – 50 000 US-Dollar, 20 000 US-Dollar und 20 000 Euro – nicht bei ihm verblieben, sondern an Dritte weitergereicht worden. Dies ist in zwei Fällen von den namentlich bekannten Empfängern schriftlich gegenüber „PWC“ bestätigt worden. Im dritten Fall habe die Überweisung in keinem „sachlichen Zusammenhang“ mit der Vertragsverlängerung von Valdez gestanden. Doch wer die Empfänger sind, wofür und über welche Wege (von nachweisbaren Überweisungen ist nicht die Rede) sie Geld bekommen haben und welchen Hintergrund die Zahlungslinie Delgado-Born-Anonymus hat, wird nicht erklärt.

Ein Wort des Bedauerns des Aufsichtsrates und seines Vorsitzenden Willi Lemke über den Rücktritt Borns fehlt ebenfalls. Hans Schulz, Born-Freund und weiterhin Mitglied des Aufsichtsrates, hatte selbige gefordert, rückt davon jetzt jedoch ab. Er dementiert in der Erklärung Teile seiner Aussagen in einem Zeitungsartikel, in dem er Lemke angegriffen hatte, obwohl er sie nach Erscheinen gegenüber anderen Medien – auch dieser Zeitung – ohne Einschränkung bestätigt hatte.

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