„Alle Transferfenster sind zu“

Jetzt steht es fest: Obraniak bleibt

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Ludovic Obraniak

Bremen - Ludovic Obraniak wird auch heute wieder auf dem Trainingsplatz am Weserstadion stehen. Der Wechselwunsch des Polen, der in Frankreich aufgewachsen ist, erfüllte sich nicht. „Ludovic bleibt“, stellte gestern Obraniak-Berater Daniel Neuber auf Nachfrage dieser Zeitung klar und fügte erklärend an: „Alle Transferfenster sind jetzt zu.“ Das galt vor einer Woche schon für Deutschland und die anderen europäischen Topligen wie England, Spanien und Frankreich. Am Wochenende machten nun auch Russland und die Türkei Schluss mit der Wechselei. Bleiben noch Katar und Co. in der Wüste oder Hongkong und Neuseeland. Doch das ist für Obraniak kein Thema.

Aber warum hat es nicht mit einem Wechsel geklappt? „Es gab schon einige Anfragen“, berichtet Neuber: „Doch es war nichts dabei, mit dem man sich wirklich beschäftigen und darüber nachdenken musste, den Vertrag mit Werder aufzulösen.“ Deshalb bleibt Obraniak in Bremen – und Neuber sieht darin auch kein Problem: „Ludovic ist professionell genug, dass ihn das jetzt nicht ständig beschäftigen wird. Er hat ja auch in der Vergangenheit im Training Vollgas gegeben und wird das auch in Zukunft tun.“

Das Ziel ist klar: Obraniak will spielen. Aus Frankreich ist es der 29-Jährige, der erst im Winter für eine Ablöse von 1,7 Millionen Euro von Girondins Bordeaux an die Weser gewechselt war, nicht gewohnt, draußen zu sitzen. Da war er Stammspieler. In Bremen dagegen fand er sich nach gutem Start plötzlich auf der Bank wieder. In der Vorbereitung sah es dann so aus, als würde er den gewünschten Stammplatz bekommen. Doch muskuläre Probleme machten ihm einen Strich durch die Rechnung. Es folgte der öffentlich gemachte Wechselwunsch und die Nicht-Berücksichtigung für den Kader beim ersten Bundesliga-Heimspiel gegen Hoffenheim.

Ein Transfer schien sehr wahrscheinlich. Zumal sich auch Werder dafür offen gezeigt hatte. Es fehlten aber die richtigen Angebote. Deshalb ist Obraniak noch hier, und es wird spannend, welche Rolle der polnische Nationalspieler künftig bei Werder einnehmen wird. „Ludovic hat Qualität“, betont Neuber und setzt auf den Faktor Zeit: „Wer aus der französischen Liga kommt, hat schon mal Anpassungsschwierigkeiten, weil hier ganz anders gespielt wird. Ludovic ist jetzt ein halbes Jahr hier, das wird ihm helfen und das wird man auch sehen. Ich bin mir sicher, dass er für viele Bundesligisten eine echte Bereicherung wäre.“

kni

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