Spätestens im Sommer

Alejandro Galvez – die neue „Axt“ fürs Abwehrzentrum

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Alejandro Galvez (r.) gilt als kompromissloser Verteidiger – spätestens im Sommer wechselt er zu Werder. ·

Bremen - Offiziell bestätigt wird es noch nicht, doch hinter den Kulissen ist nach Informationen dieser Zeitung alles klar: Werder holt – spätestens im Sommer – den spanischen Innenverteidiger Alejandro Galvez von Erstligist Rayo Vallecano.

Bremens Sportchef Thomas Eichin mag diese Personalie und die Meldungen, wonach der 24-jährige Rechtsfuß bereits einen Dreijahresvertrag an der Weser unterschrieben hat, nicht kommentieren. Er sagt lediglich: „Das ist ein sehr guter Spieler.“

Dass der Wechsel bislang nicht verkündet ist, liegt wohl daran, dass der Spieler es noch nicht will. Galvez, der auch im defensiven Mittelfeld spielen kann, steckt mit seinem Club mitten im Abstiegskampf. Vallecano ist Tabellen-19. der Primera Division, hat fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Und da braucht man keine zusätzliche Unruhe.

Galvez’ Vertrag beim Verein aus dem Madrider Stadtviertel Vallecas läuft am 30. Juni aus, er kommt demnach ablösefrei – es sei denn, bis zur Schließung des Transferfensters morgen ergibt sich noch die Möglichkeit, ihn günstig zu verpflichten.

Sofort helfen könnte Galvez allerdings nicht, er ist verletzt. Der 1,90-Meter-Mann hat sich am 20. Januar einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen. Der Club prophezeite auf seiner Homepage einen Ausfallzeit von „vier bis sechs Wochen“. Sehr bitter für Rayo – denn nun muss der Club, der mit 51 Gegentoren in 21 Spielen die meisten der Liga kassiert hat, auch noch auf einen seiner Stamm-Innenverteidiger verzichten. Galvez, der mit seinem schütteren Haar optisch stark an Werders italienischen Abwehrmann Luca Caldirola erinnert, kam in dieser Saison 16 Mal in der Startelf zum Einsatz. Er ist ein durchaus torgefährlicher Verteidiger, erzielte zwei Treffer und bereitete einen weiteren vor. Insgesamt stehen für ihn vier Tore in 56 Erstliga-Spielen zu Buche.

Alejandro Galvez Jimena, wie er komplett heißt, wurde im andalusischen Granada geboren. In der Jugend spielte „Alex“ (so sein Spitzname) bei Albacete Balompie und dem FC Villarreal. Es folgten Stationen bei CD Onda und dem FC Villanovese – und dann kam das furiose Debüt in der Primera Division. Am 15. Januar 2012 traf er beim 2:1 gegen Malaga gleich in seinem ersten Erstliga-Spiel für Sporting Gijon. Ein paar Monate später wechselte er zu Rayo Vallecano. Und im vergangenen Sommer wäre er beinahe bei Borussia Dortmund gelandet. Der BVB soll heiß gewesen sein auf den technisch, läuferisch und kämpferisch starken Abwehrmann, der allerdings sehr viele Gelbe Karten bekommt (26 in 56 Spielen). Trotzdem wollten die Dortmunder ihn offenbar als Ersatz für Felipe Santana (zum FC Schalke) in den Ruhrpott locken. Doch Vallecano sagte „No“, war mit dem Angebot angeblich nicht einverstanden. Nun kann der Club einen Wechsel allerdings nicht mehr verhindern. · mr/kni

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