Werder Bremen verliert Testspiel: 4:5

Akku leer in Leer: Die erste Werder-Pleite

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Werder Bremen verlor in einem Testspiel gegen den dänischen Spitzenclub FC Midtjylland mit 4:5

LEER - von Björn Knips. Was für ein verrücktes Testspiel: Erst zurückgelegen, dann geführt, wieder in Rückstand geraten, noch mal ausgeglichen, aber dennoch verloren – Werder Bremen lieferte 5.913 Zuschauern gestern Abend in Leer beim 4:5 (2:3) gegen den dänischen Spitzenclub FC Midtjylland eine rasante Achterbahnfahrt.

„Man hat gesehen, dass die Dänen in der Vorbereitung viel weiter als wir sind“, merkte Neuzugang Andreas Wolf an, gab sich aber auch selbstkritisch: „So viele Tore dürfen natürlich nicht fallen.“

Clemens Fritz hatte Werder als Kapitän aufs Feld geführt. Und der 30-Jährige musste schon nach drei Minuten mitansehen, wie Youngster Clemens Schoppenhauer dem Nigerianer Sylvester Igboun mit einem Patzer die frühe Führung schenkte. Doch Werder schlug schnell mit einem Sonntagsschuss von Philipp Bargfrede zurück (13.). Und Lennart Thy gelang nach guter Vorarbeit von Markus Rosenberg sogar das 2:1 (28.). Es war Werders beste Phase, in der auch Spielmacher Mehmet Ekici sein Potenzial andeutete.

Werder Bremen verliert Testspiel gegen FC Midtjylland

Werder Bremen verliert im Testspiel

Doch plötzlich war Sand im Getriebe, offenbar als Folge des gerade erst beendeten Trainingslagers auf Norderney. Das nutzten die Dänen mit ihren quirligen Nigerianern gleich aus: Adigun Salami besorgte das 2:2 (38.), Igboun das 3:2 (45.).

Werder hechelte auch nach der Pause hinterher und wackelte in der Abwehr gewaltig. Immerhin hielt Tim Wiese stark, war aber gegen Jude Nworuh beim 2:4 auch machtlos (66.). Den Bremern drohte ein Debakel, aber das Team von Trainer Thomas Schaaf bewies Moral. Innenverteidger Wolf markierte nach einer Ecke den Anschlusstreffer (78.), freute sich darüber aber kaum: „Ich spiele lieber zu null.“ Als Fritz dann auch noch mit einem feinen Flachschuss ausglich, war das Happy End eigentlich perfekt (82.). Doch Igboun hatte was dagegen und machte mit seinem dritten Treffer den Dänen-Sieg klar.

Pechvogel des Abends war Marko Arnautovic: Der Österreicher humpelte nur 19 Minuten nach seiner Einwechslung schon wieder runter. Ein Pferdekuss hatte ihn zu hart getroffen.

Werder: Wiese - Fritz, Schoppenhauer, Wolf, Schmitz (79. Mlynikowski) - Bargfrede (46. Hunt), Wesley (72. Schindler), Borowski, Ekici - Thy (46. Arnautovic, 64. Marin), Rosenberg

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