Ailtons Attacke auf Ex-Boss „Lakis“

Bremen/Uerdingen - Gerade erst hat Ailton kräftig die Werbetrommel für sein Abschiedsspiel am 6. September im Weserstadion gerührt. Der Brasilianer, der bei Werder seine glücklichste Zeit als Profi hatte, wird dann endgültig seine bewegte Karriere beenden. Eine Station würde er am liebsten sofort komplett löschen: den KFC Uerdingen.

In der WDR-Sendung „Sport Inside“ erhob Ailton am Montagabend schwere Vorwürfe gegen den Uerdinger Vereinspräsidenten Agissilaos „Lakis“ Kourkoudialos, der den Club einst vor der Insolvenz gerettet hatte. Der Unternehmer habe Spieler nur unter Vertrag genommen, wenn sie eine oder mehrere seiner Immobilien kauften, behauptet Ailton. Er selbst habe sechs Wohnungen nehmen müssen – angeblich als Altersvorsorge, für einen Gesamtwert von fast einer halben Million Euro. Und: Die Immobilien seien deutlich überteuert und nicht vermietbar gewesen.

Als Ailton mit der Öffentlichkeit drohte, habe „Lakis“ eingelenkt. „Der Vertrag wurde rückgängig gemacht, er hat die Wohnungen zurückgenommen. Ich habe für die fünf Monate keinen Euro bekommen, durfte aber frei nach Bremen. Das war schön“, sagte Ailton, der zum FC Oberneuland wechselte.

Andere aktuelle und ehemalige Spieler des KFC Uerdingen stehen laut „Sport inside“ wegen solcher Immobilien-Käufe kurz vor der Privat-Insolvenz. Für diese Geschäfte hätten die Spieler nur Darlehen von der Sparkasse Langenfeld erhalten, weil dem Geldinstitut gefälschte Arbeitsverträge und Einkommensnachweise vorgelegt worden wären. Ailton sagte, er sei offiziell als Prokurist angestellt gewesen – mit 3 300 Euro Nettogehalt pro Monat.

Vereinsboss „Lakis“ wehrt sich in der „Westdeutschen Zeitung“ und der „Rheinischen Post“. Die Anschuldigungen kämen „von skrupellosen Heckenschützen, die mir und dem Verein schaden wollen“. Neun Spieler hätten Wohnungen gekauft. „Sie sind alle mündig und können entscheiden, ob sie das wollen“, meinte „Lakis“. Er habe gemerkt, dass „Fußballer keine verlässlichen Partner sind“ und vor dreieinhalb Jahren mit solchen Geschäften aufgehört. · mr/sid

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