Schweizer kämpft um Zukunft in Bremen

Affolter will es Schaaf beweisen

Francois Affolter denkt nicht an Aufgabe. ·

Donaueschingen · Er ist so richtig hintendran, aber er will dagegen ankämpfen. Francois Affolter (Vertrag bis Jahresende) hat die Hoffnung auf ein längerfristiges Engagement bei Werder noch nicht aufgegeben, obwohl er nur Innenverteidiger Nummer vier ist: „Dass ich bis zum Winter bleibe, ist klar.

Sonst hätte ich schon etwas anderes gehört. Ich glaube an meine Chance, hier zu bleiben und auch zu spielen – und ich werde sie nutzen. Ich werde dem Trainer mein wahres Gesicht zeigen, alles geben. Das wird ein großer Konkurrenzkampf für alle vier Verteidiger.“

Woher der Schweizer, gerade von Sportchef Klaus Allofs eindringlich in die Pflicht genommen („Er muss eine Menge tun“), seine Zuversicht nimmt? „Ich bin selbstbewusst und weiß, was ich kann.“ Er weiß aber auch, dass er sich steigern muss – in puncto „Aggressivität und Zweikampfverhalten“, zudem in Sachen Fitness: „Ich habe physisch noch ein paar Probleme, muss mehr arbeiten.“

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Was dem 21-Jährigen außerdem fehlt, ist die Spielpraxis. Wegen seiner Teilnahme an den Olympischen Spielen hat er noch keinen einzigen Test in der Vorbereitung mitgemacht. Und in London durfte er nur eines von drei Gruppenspielen für die in der Vorrunde gescheiterten Schweizer bestreiten. Sein Vorhaben, sich bei Olympia für Werder, aber auch andere Clubs zu empfehlen, ging gründlich in die Hose. „Ich war sehr enttäuscht, auch vom Nationaltrainer. Ich hatte gehofft, alle Spiele zu machen“, sagt Affolter. Er bereut es allerdings nicht, Werder verlassen und zu den Spielen gereist zu sein: „Es war trotzdem eine tolle Erfahrung. Ich bin froh, dass ich es gemacht habe. So etwas erlebt man als Fußballer nicht oft, ein Traum.“

Der große Nachteil: Er war fast einen Monat weg, hat nahezu die komplette Vorbereitung verpasst und deshalb erheblichen Rückstand. Während seiner langen Abwesenheit haben die Werder-Kollegen Kondition gebolzt und sich schon recht gut eingespielt – ohne ihn. Affolter ignoriert all dies nicht und gesteht: „Ich bin in einer schwierigen Phase.“ · mr

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