Affolter spricht von Abschied

Bremen - Francois Affolter darf zu Olympia, und der Schweizer träumt auch von einer Medaille, aber irgendwie ist der London-Trip für den Werder-Profi mehr ein Alptraum. „Wenn Trainer Thomas Schaaf auf mich zählen würde, wäre ich in Bremen geblieben.

Aber er hat mir gesagt, dass er in der Innenverteidigung auf Sokratis, Naldo und Prödl zählt und sich den Neuen, Lukimya, anschauen möchte. Deswegen hat er mir grünes Licht für Olympia gegeben“, berichtet Affolter und wirkt dabei ziemlich geknickt. Doch Groll auf Schaaf hegt er nicht, der 21-Jährige präsentiert sich bemerkenswert selbstkritisch: „Enttäuscht bin ich nur von meiner Leistung. Ich habe hier nicht das Optimale gebracht.“

Im Januar war Affolter kurzfristig als Ersatz des schwer verletzten Sebastian Prödl für ein Jahr (also nur bis Ende Dezember) von den Young Boys Bern ausgeliehen worden. Doch nach gutem Start lief es nicht mehr. Nun ist Affolter ganz raus, der Schweizer spricht sogar schon von Abschied im Sommer: „Bei Olympia habe ich die Chance, mich anderen Vereinen zu zeigen.“ Schon morgen reist er in die Schweiz, um sich mit der U 23 auf das Turnier vorzubereiten. Und er hat ein großes Ziel: „Eine Medaille wäre eine tolle Erinnerung.“ · kni

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