Schaaf testet den neuen Innenverteidiger, und der verspricht ein „nasses Leibchen“

Affolter schon in der Startelf

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Erste Kontaktaufnahme mit den neuen Kollegen: Werder-Neuzugang Francois Affolter ließ sich gestern von Sokratis das Bremer Abwehrspiel erklären.

Bremen - Francois Affolter soll schnell sein, aber sein neuer Trainer beim SV Werder ist noch schneller: Thomas Schaaf beorderte den erst tags zuvor verpflichteten Schweizer gestern im Trainingsspiel gleich in die A-Elf. Man könnte auch Startelf sagen, denn der erste Härtetest des 20-Jährigen war vielversprechend.

Macht der Innenverteidiger heute im Abschlusstraining eine ähnlich gute Figur, dürfte er morgen im Heimspiel gegen Leverkusen (15.30 Uhr) seine Bundesliga-Premiere feiern.

„Es war gut, ich hatte viel Freude mit dieser Mannschaft“, schwärmte Affolter nach der Einheit. Nur mit den Namen seiner neuen Kollegen habe er noch etwas Probleme. Aber Sokratis kennt er natürlich, der verteidigt schließlich neben ihm. Auch Clemens Fritz kann er zuordnen. Und es dürfte auf dem Platz kein Problem darstellen, wenn Affolter aus Hartherz nur ein „Herz“ macht.

Affolter: Erstes Training in Bremen

Francois Affolter trainiert das erste Mal in Bremen

Auffällig ist: Affolter geht auf seine Mitspieler zu, setzt gleich um, was Schaaf von ihm gefordert hat. „Der Trainer sagte, ich soll mich schnell integrieren“, berichtete Affolter: „Und dann würden wir sehen, ob ich physisch schon bereit sei für einen Einsatz am Samstag.“ Gestern Abend hätte er nicht mehr spielen können, nach der Einheit war der Schweizer Nationalspieler ziemlich platt. „Ich habe schon etwas schwere Beine“, gestand Affolter, schob es aber auch auf das harte Einzeltraining am Mittwochnachmittag direkt nach seiner Vorstellung. Bis zum Abschlusstraining heute Mittag sei das allerdings kein Problem. Zudem stellte er für einen Einsatz gegen Leverkusen klar: „Mental bin ich bereit.“

Mannschaftstraining am Donnerstag

Werder-Training am Donnerstag

Davon ist offenbar auch Schaaf überzeugt. Der Coach hatte sich schon vor dem Training festgelegt: „Ich gehe davon aus, dass Francois am Samstag dabei sein wird.“ Ob nur auf der Bank oder an Stelle von Mikael Silvestre sofort auf dem Platz, ließ Schaaf offen. Aber zufrieden stellte er schon mal die Vorzüge des neuen Abwehrspielers heraus: „Francois ist defensiv stark, aber auch ein Spieler, der sich nach vorne einschaltet und sich dort inszeniert.“

Deshalb ist Affolter aber noch längst kein Showman. Das beweist zum Beispiel die Geschichte von seiner Rückennummer. Der 20-Jährige bekam die wenig spektakuläre Drei. „Es war die einzige Nummer, die frei war“, meinte Affolter. Doch er hätte sich auch die 19 oder 23 schnappen können, das wäre vielleicht cooler gewesen. Doch das alles spielt für den Schweizer keine Rolle: „Am Ende ist doch nur wichtig, dass das Leibchen nach dem Spiel nass ist.“ · kni

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