Nach dem Bundesliga-Comeback fühlt sich der Franzose auch fit für Leverkusen / Boenisch noch kein Kandidat

Abwehr-Alarm: Silvestre leistet Erste Hilfe

Mikael Silvestre hat die Wiedereingewöhnungsphase schon abgeschlossen. „Ich bin bereit für Leverkusen“, sagt er. ·

Bremen - Den Mann bringt so schnell nichts mehr aus der Ruhe. Der Herausforderung, in den kommenden Wochen die Lücke in der Innenverteidigung schließen zu müssen, begegnet Mikael Silvestre mit großer Unaufgeregtheit. Innenverteidiger zu spielen, ist für ihn doch „kein Problem. Das habe ich doch fast meine ganze Karriere lang gemacht.“

Ein Blick auf diese Karriere erklärt schnell, weshalb der Franzose die Ruhe selbst ist. 275 Premier-League-Spiele hat er für Manchester United (249) und Arsenal London (26) bestritten, 82 Champions-League-Einsätze kommen dazu und 40 Länderspiele oben drauf. So einer macht sich nicht in die Hose, wenn plötzlich Not am Mann ist und er von einem Moment auf den anderen gefordert ist.

So war es am Samstag in Kaiserslautern. Nach der schlimmen Verletzung von Sebastian Prödl sprang Silvestre quasi von der Ersatzbank direkt ins Abwehrzentrum und lieferte das, was Werder jetzt dringend braucht: schnelle Hilfe. Silvestre habe „das ordentlich gemacht“, urteilte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs nach dem Erste-Hilfe-Einsatz des 34-Jährigen: „Speziell, wenn man bedenkt, dass er so lange verletzt war.“

Fünf Monate hatte Mikael Silvestre an einem Knorpelschaden im Knie laboriert, mitunter war nicht klar, ob das sogar das Ende seiner erfolgreichen Karriere (fünf Meisterschaften und ein Champions-League-Triumph mit Manchester) sein würde. War es nicht. Silvestre ist wieder da. Aber wie stark wird er wieder werden? Das ist die große Frage. Kann der Mann mit der Glatze den Laden bei Werder dichthalten? Die Antwort liegt auf dem Platz, die Vorzeichen sind aber positiv, meint Silvestre: „Ich fühle mich gut. Die Form kommt zurück.“

Das würde Sebastian Boenisch sicherlich auch gerne von sich behaupten. Und könnte er es guten Gewissens tun, wäre er ganz sicher ein Kandidat, am Samstag den gelbgesperrten Linksverteidiger Lukas Schmitz zu vertreten. Doch auch für den 24-Jährigen findet das Leben nicht im Konjunktiv statt, die Realität ist eine andere. Über die U 23 muss er sich langsam wieder herantasten. Heute kommt er gegen den SV Wehen-Wiesbaden zum Einsatz, am Samstag hatte er beim 1:1 gegen RW Erfurt sein Pflichtspiel-Comeback gegeben. „Für mich war es wichtig, wieder über 90 Minuten spielen zu können, um bald wieder bei den Profis dabei sein zu können“, sagte er.

Forsch ist das nicht. Forsch ist bei Boenisch aber auch nicht gefragt. Nach 15 Monaten im Verletztenstand „werden wir bei ihm ganz behutsam vorgehen“, erklärte Klaus Allofs. Soll heißen: Die Partie gegen Leverkusen kommt noch zu früh. Die Schmitz-Vertretung wird ein anderer übernehmen müssen. Kandidaten: Bundesliga-Greenhorn Florian Hartherz (18), der schon in Kaiserslautern auf der Bank saß, oder Aleksandar Ignjovski. · csa

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