Das ist los bei Werder und der Konkurrenz

Die gefährdeten Sieben

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Zlatko Junuzovics Motto für die letzten sieben Spiele: „Voll reinhauen.“

Bremen - Sieben Spiele noch, dann ist es vorbei. Sieben Spiele, in denen über Abstieg und Klassenerhalt, über Freude und Verzweiflung entschieden wird. Wenn die Bundesliga nach der Spielpause über Ostern auf die Zielgerade einbiegt, müssen noch mindestens acht Clubs um ihren Platz in der Beletage des deutschen Fußballs zittern.

Obwohl: Hannover muss eigentlich abgezogen werden, gilt schließlich schon als abgestiegen. Also sind es noch Sieben, für die die letzten sieben Spieltage alles bedeuten. Der SV Werder gehört dazu. Ein Satz hat am Samstag nach dem 1:1 gegen Mainz 05 die Aussagen der Bremer bestimmt: „Es wird immer enger.“ Trainer Viktor Skripnik hat den Satz gesagt, Torwart Felix Wiedwald, ebenso Mittelfeld-Mann Zlatko Junuzovic. Bei niemandem war aber zu spüren, dass er mit einer übersteigerten Angst auf die

Tabelle schaut. So wie sie die Partie gegen Mainz angegangen waren, so reagierten die Spieler auch auf die Tatsache, dass sie nur noch ein Punkt vom direkten Abstiegsplatz trennt: mit Mut und dem festen Willen, am Ende nicht zu den Verlierern zu gehören. Der eine ergatterte Punkt sei positiv gewesen, meinte Junuzovic: „Unsere Mentalität und Einstellung ist es auch.“

Das hätte er nach dem 0:5 eine Woche zuvor beim FC Bayern sicher nicht gesagt, wenn er denn dabei gewesen wäre. Dieses Spiel hatte Werder bestritten, als würde es nicht zum Abstiegskampf dazugehören. Die Punkte wurden in München abgeladen – so, wie es alle anderen Clubs aus der unteren Tabellenhälfte auch getan hatten. Gegen Mainz wurde dann wieder gefightet. Die Frage ist, was am 2. April bei Borussia Dortmund, dem Tabellenzweiten, sein wird. München-Modus oder Mainz-Manier? Letzteres wird’s sein, versprechen Linksverteidiger Santiago Garcia („Wir können dort etwas holen – hundertprozentig“) und Junzovic: „Wir werden uns voll reinhauen.“

Ein Punkt beim BVB wäre wie ein Bonus im Abstiegskampf, nach Dortmund folgen dann die richtig prekären Partien. Augsburg, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt – Werder bekommt es noch mit vier Teams aus dem Kreis der wenig glorreichen Sieben zu tun. „Wir haben es also selbst in der Hand. Wir haben in den vergangenen Wochen fleißig gepunktet, müssen jetzt aber so weitermachen“, fordert Junuzovic. Tatsächlich hat Werder aus den vergangenen fünf Partien acht Punkte geholt – auf mehr kommt im Keller nur die wachgeküsste TSG 1899 Hoffenheim (9).  csa

Das Restprogramm:

28. Spieltag: Dortmund (A)

29. Spieltag: Augsburg (H)

30. Spieltag: Wolfsburg (H)

31. Spieltag: Hamburg (A)

32. Spieltag: Stuttgart (H)

33. Spieltag: Köln (A)

34. Spieltag: Frankfurt (H)

So sieht es bei Werders Konkurrenz aus: 

Abstiegskampf auf der Zielgeraden

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