Klassenerhalt schon Samstag perfekt?

Werder winkt die Rettung auf dem Sofa

Hat Werder am Sonntag wieder Grund zu feiern? Im letzten Aufeinandertreffen mit dem BVB haben sich die Grün-Weißen mit 2:1 durchgesetzt.
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Hat Werder am Sonntag wieder Grund zu feiern? Im letzten Aufeinandertreffen mit dem BVB haben sich die Grün-Weißen mit 2:1 durchgesetzt.

Bremen - Es könnte am Samstagnachmittag soweit sein, gegen 17.20 Uhr könnte sich Glaube in Gewissheit verwandeln – und Werder Bremen hätte am 32. Spieltag den Klassenerhalt in der Bundesliga perfekt gemacht.

Viel braucht es dazu nicht mehr, nicht mal Werders Zutun ist vonnöten. Eine Niederlage von Freiburg (gegen Köln) oder Wolfsburg (gegen Hamburg), und die Bremer können sich im Parkhotel erleichtert zuprosten. Dort übernachtet die Mannschaft traditionell vor Heimspielen, also auch vor dem am Sonntag gegen Borussia Dortmund (18.00 Uhr). „Wann es mit dem Klassenerhalt passiert, spielt für mich keine Rolle“, sagt Trainer Florian Kohfeldt. „Es kann aber gerne Samstag passieren. Dann freue ich mich, dann gehe ich schlafen – und dann wollen wir gegen Dortmund gewinnen.“

Besondere Konstellation

Es ist schon eine besondere Konstellation, die Spielplan und Tabelle da zusammen erschaffen haben. Denn denkbar ist, dass ausgerechnet der HSV, der seit zwei Wochen plötzlich wieder Vitalzeichen sendet, Werder heute mit einem Sieg in Wolfsburg zum Klassenerhalt schießt, dadurch selbst endgültig wieder hofft – und am letzten Spieltag ausgerechnet auf Bremer Schützenhilfe in Mainz angewiesen sein könnte.

Rechnereien, Was-Wäre-Wenn-Gedanken, das schon. Aber gerade deswegen ist es so spannend. Für Fans, für Betrachter von Außen. Nicht für Florian Kohfeldt. Der Coach sieht es sinngemäß eher so: Drei Spiele sollen drei Siege bringen. Sein Blick ist auf das eigene Team gerichtet, nirgendwo sonst hin. Vor dem Duell gegen den BVB sagt Kohfeldt deshalb, dass ein tags zuvor perfekter Ligaverbleib „in keinster Weise unsere Herangehensweise verändern würde.“ Kohfeldt fordert Konzentration, Vollgas, Kampfbereitschaft. Immer. Und allemal gegen eines der Spitzenteams der Liga. „Sie sind im Endspurt um die Qualifikation zur Champions-League-Qualifikation, wo sie definitiv hingehören“, sagt er.

BVB schwankt in seinen Leistungen

Es ist eine Einschätzung über den BVB, die vor der Saison wohl alle Beobachter der Bundesliga unterschrieben hätten. Zwischendurch kamen allerdings ebenso unerwartete wie ernsthafte Zweifel auf. Mal enttäuschend schwach wie beim 0:6 in München, dann wieder berauschend schön wie jüngst beim 4:0 über Leverkusen – der BVB schwankt in dieser Saison doch sehr in seinen Leistungen. „Das stimmt“, antwortet Kohfeldt auf eine entsprechende Nachfrage, „aber du musst immer damit rechnen, dass sie so eine Leistung bringen wie gegen Leverkusen.“ Werders Trainer erwartet einen „sehr konzentrierten“ Gegner, der „vor allem durch seine individuelle Qualität sehr gefährlich ist“.

Gut für Werder: Dortmunds Torjäger Michy Batshuayi (Bänderriss im Sprunggelenk) spielt definitiv nicht. Schlecht für Werder: Marco Reus, Maximilian Philipp, Mario Götze, Christian Pulisic und Jadon Sancho bieten ein Übermaß an Torgefahr und Schnelligkeit, um trotzdem für Gefahr zu sorgen. „Du darfst keinem dieser Spieler auch nur eine Sekunde lang Raum geben“, weiß Kohfeldt.

Baumann fordert „harten Kampf“ gegen Dortmund

Der 35-Jährige weiß allerdings noch etwas: Sein Werder kann dieses Dortmund schlagen. Zuletzt bewiesen am 9. Dezember 2017, als auswärts ein 2:1-Erfolg gelang. Sportchef Frank Baumann betont deshalb: „Wir sind selbstbewusst genug, um zu sagen, dass wir Dortmund einen harten Kampf liefern wollen.“ Klingt gut. Sollte bereits Samstag, gegen 17.20 Uhr, der Klassenerhalt Fakt sein, dürfte das Selbstvertrauen morgen noch einen Tick größer ausfallen. 

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