Abschluss schon vor Abgasskandal

VW verlängert bis 2018

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Klaus Filbry war bei VW schon vor Bekanntwerden des Abgasskandals über die Ziellinie gefahren.

Bremen - Der Volkswagen-Konzern steckt in seiner größten Krise – und das könnte auch der Sport zu spüren bekommen. Der neue VW-Chef Matthias Müller hat wegen des Abgasskandals einen rigiden Sparkurs angekündigt. Dabei werde auch das millionenschwere Sponsoring im Fußball auf den Prüfstand gestellt. Verliert der SV Werder nun einen seiner wichtigsten Sponsoren? Zumal der Vertrag mit dem Autobauer nach bisherigem Informationsstand eigentlich am Ende der Saison ausgelaufen wäre. Doch Werder ist auf der sicheren Seite, kann mindestens bis 2018 mit viel Geld aus Wolfsburg planen.

„Der Vertrag hat sich schon vor einigen Wochen automatisch um zwei Jahre verlängert“, erklärte Werder-Boss Klaus Filbry gestern auf Nachfrage dieser Zeitung: „Wir freuen uns, dass wir diese sehr gute Partnerschaft fortsetzen können.“

VW steht gemeinsam mit Ausrüster Nike auf Platz zwei der Werder-Sponsorenpyramide. Dem Vernehmen nach überweist das Unternehmen pro Spielzeit zwei Millionen Euro an den Bundesligisten. Außerdem wird dem Club eine umfangreiche Fahrzeugflotte zur Verfügung gestellt, aus der die Profis und Führungskräfte bedient werden.

„Die Rahmenbedingungen sind für beide Partner sehr attraktiv“, sagte Filbry zu dem neuen Vertrag, wollte sich zu genauen Zahlen aber nicht äußern. Dafür hob der 48-Jährige einen anderen Effekt hervor: „Volkswagen ist eine große weltweit agierende Marke, die Werder sicher auch in der internationalen Wahrnehmung stärkt. In der Verlängerung der Zusammenarbeit erkenne ich gegenseitige Wertschätzung.“

Erst kürzlich war der Vertrag mit Haupt- und Trikotsponsor Wiesenhof bis 2017 verlängert worden. Mit Ausrüster Nike ist die Zusammenarbeit bis 2018 schriftlich fixiert. „Wir sind da gut aufgestellt“, meinte Klaus Filbry.

Es hätte aber auch anders kommen können – zumindest im Fall VW. Doch die Vertragsverlängerung mit den Wolfsburgern hat sich bereits lange vor Bekanntwerden des Abgasskandals ergeben, die Veröffentlichung ist auf Bitten von VW jedoch verschoben worden. Das Unternehmen hatte andere Sorgen. Werder kann dagegen ruhig bleiben, muss sich nicht mehr mit diesem Thema beschäftigen. Im Gegensatz zum Bundesliga-Konkurrenten VfL Wolfsburg, der als VW-Tochter am finanziellen Tropf des Automobilkonzerns hängt und nun zittern muss.

kni

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