Gänsehaut beim Frings-Abschied

"Papa, jetzt ist Schluss"

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Mit seinen Töchtern Lisa (links) und Lena drehte Torsten Frings eine letzte Runde durchs Stadion

Bremen - Mit vielen Toren und großen Emotionen hat der frühere Fußball-Nationalspieler Torsten Frings seine aktive Karriere endgültig beendet. „Ich bin überwältigt„, sagte ein sichtlich bewegter Frings nach seiner Auswechslung im Abschiedsspiel zwischen den Werder All-Stars und Frings&Friends (8:7) vor 40 000 Zuschauern im ausverkauften Bremer Weserstadion.

Für Torsten Frings endete der letzte große Auftritt nach 82 Minuten. Seine beiden Töchter hielten sich nicht an Fußball-Regeln und holten ihn mit den Worten vom Rasen: „Hey Papa, jetzt ist Schluss. Es wird Zeit, dass du runter kommst.“ Da wurde auch der harte Kämpfer weich. „Als meine Kinder auf den Platz kamen, war es vorbei und ich musste schon ein bisschen weinen“, gestand der ehemalige Nationalspieler nach seiner stimmungsvollen Abschiedsgala: „Ich bin überwältigt.“

„Es kommen viele Erinnerungen hoch. Es ist schön, die ganzen Spieler wiederzusehen„, freute sich Schaaf. Auch Ziehsohn Frings bedankte sich beim 52-Jährigen und sagte: „Ohne ihn wäre ich nicht hier.“ Zahlreiche ehemalige Weggefährten wie der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der langjährige Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack oder Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher sowie viele ehemalige Bremer Stars wie Johan Micoud, Ailton oder Marco Bode sorgten beim Frings-Abschiedsspiel für ein Fußball-Festival. Beste Torschützen waren Ailton und Frings mit Doppelpacks.

Torsten Frings nimmt Abschied

Der WM-Teilnehmer von 2002 und 2006 absolvierte 402 Bundesligaspiele für Werder Bremen, Borussia Dortmund und Bayern München. Danach spielte der zweifache Familienvater noch für den FC Toronto. Der 36-Jährige ist aktuell Co-Trainer von Werders U23-Mannschaft und will in Kürze seinen Trainerschein machen.

Exakt 90 Minuten vor dem Anpfiff hatten Ex-Werder-Trainer Thomas Schaaf und Frings die zu diesem Zeitpunkt noch spärlich gefüllte Arena betreten, lösten damit aber bei den wenigen treuen Fans in der Ostkurve wahre Jubelstürme aus. „Thomas war der erste Bremer, mit dem ich vor 16 Jahren vor meinem Wechsel zu Werder telefoniert habe. Dieser Wechsel war die beste Entscheidung meines Lebens“, sagte Frings.

Bereits am Freitag hatte sich Werder Bremens Geschäftsführung im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens von Schaaf nach 14 Jahren als Cheftrainer beim ehemaligen Europapokalsieger offiziell verabschiedet. Die After-Show-Party von Schaafs langjährigem Kapitän Frings wurde mit 400 geladenen Gästen in einem Bremer Club in der Überseestadt gefeiert

dpa/sid

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