Abmarsch von der großen Bühne

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Tschüss, Europa! Nach dem 0:3 bei Tottenham Hotspur muss Werder Bremen das internationale Parkett verlassen – vielleicht für lange Zeit

Von Arne Flügge · Bye-bye, arrivederci, tot ziens, Werder! Nicht ohne Häme dürften die Gruppengegner Tottenham Hotspur, Inter Mailand und Twente Enschede den Bremern hinterhergewunken haben, nachdem die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf am Mittwoch nach insgesamt blamablen Auftritten aus der Champions League ausgeschieden war.

Sieben Jahre lang in Folge waren die Hanseaten auf dem Luxus-Dampfer der UEFA durch internationale Gewässer geschippert und hatten dort auch die Jahreswende gefeiert – ob auf dem Champions-League-Deck oder in der zweiten Klasse Europa League. Diesmal jedoch wurde Werder vorzeitig über die Planke geschubst – und das völlig zu Recht. Nicht einmal das Trostpflaster Europa League ist ihnen geblieben.

Chancenlose Bremer verlieren „nur“ 0:3 bei Tottenham

Die Bremer verkauften sich an der „White Hart Lane“ lange Zeit teuer, verloren aber wieder einmal durch unnötige individuelle Fehler das Gleichgewicht. Und es waren vornehmlich nicht die jungen, sondern die erfahrenen Spieler, die patzten und damit vor 33 546 Zuschauern Tottenham die Tore von von Younes Kaboul (6.), Luka Modric (45.) und Peter Crouch (79.) ermöglichten. Werder verhinderte damit zwar das befürchtete totale Desaster, war aber selbst völlig chancenlos. © nordphoto
Die Bremer verkauften sich an der „White Hart Lane“ lange Zeit teuer, verloren aber wieder einmal durch unnötige individuelle Fehler das Gleichgewicht. Und es waren vornehmlich nicht die jungen, sondern die erfahrenen Spieler, die patzten und damit vor 33 546 Zuschauern Tottenham die Tore von von Younes Kaboul (6.), Luka Modric (45.) und Peter Crouch (79.) ermöglichten. Werder verhinderte damit zwar das befürchtete totale Desaster, war aber selbst völlig chancenlos. © nordphoto
Die Bremer verkauften sich an der „White Hart Lane“ lange Zeit teuer, verloren aber wieder einmal durch unnötige individuelle Fehler das Gleichgewicht. Und es waren vornehmlich nicht die jungen, sondern die erfahrenen Spieler, die patzten und damit vor 33 546 Zuschauern Tottenham die Tore von von Younes Kaboul (6.), Luka Modric (45.) und Peter Crouch (79.) ermöglichten. Werder verhinderte damit zwar das befürchtete totale Desaster, war aber selbst völlig chancenlos. © nordphoto
Die Bremer verkauften sich an der „White Hart Lane“ lange Zeit teuer, verloren aber wieder einmal durch unnötige individuelle Fehler das Gleichgewicht. Und es waren vornehmlich nicht die jungen, sondern die erfahrenen Spieler, die patzten und damit vor 33 546 Zuschauern Tottenham die Tore von von Younes Kaboul (6.), Luka Modric (45.) und Peter Crouch (79.) ermöglichten. Werder verhinderte damit zwar das befürchtete totale Desaster, war aber selbst völlig chancenlos. © nordphoto
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Das 0:3 (0:2) in Tottenham mit einer absoluten Notelf hat das Bremer Aus am Mittwochabend zwar besiegelt, ausschlaggebend für den insgesamt peinlichen Auftritt in diesem Jahr waren aber schon die vorangegangenen Spiele gewesen, in denen Werder die internationale Reife und Klasse hatte vermissen lassen. Zwei Punkte, 3:12 Tore nach fünf Begegnungen – das ist erschütternd. Das letzte Spiel gegen Titelverteidiger Inter Mailand steht noch aus. „Außer im ersten Spiel gegen Tottenham vielleicht (2:2, d. Red.) hatten wir nicht das Niveau. Wir waren nicht gut genug“, musste Werder-Sportchef Klaus Allofs unumwunden einräumen. Und Vizekapitän Per Mertesacker fügte frustriert hinzu: „So ein Ausscheiden ist bitter, wir haben ganz klar das Ziel verfehlt. Das ist enttäuschend.“

Noten zum Spiel Werder Bremen gegen Tottenham Hotspur

Tim Wiese: Seine erste Aktion war, den Ball nach dem 0:1 (6.) aus dem Netz zu holen. Danach lange beschäftigungs- und beim 0:2 und 0:3 erneut chancenlos Sein persönliches Highlight: der gehaltene Elfmeter von Bale (54.). Note 2,5 © nordphoto
Clemens Fritz: Riesige Probleme auf der rechten Abwehrseite, wo Gareth Bale auf ihn ein- und mehrfach an ihm vorbeistürmte. Der 29-Jährige konnte dabei nur hilflos zusehen. Note 5 © nordphoto
Per Mertesacker: Nein, der Nationalverteidiger war wieder kein souveräner Abwehrchef. Besonders auffällig: die vielen groben Fehler im Aufbauspiel. Note 5 © nordphoto
Sebastian Prödl: Beim 0:1 nur in der Nähe von Torschütze Kaboul, beim 0:2 von Modric mühelos ausgetanzt. Das sagt vieles über die Leistung des Österreichers. Note 5 © nordphoto
Dominik Schmidt: Der Debütant spielte hinten links meistens einfachen Fußball – und tat gut daran. Insgesamt ein ordentlicher Auftritt. Hatte aber auch ein bisschen Glück, dass der super-schnelle Lennon ihn selten in direkte Sprintduelle verwickelte – denn da hatte der 23-Jährige keine Chance. Note 3,5 © nordphoto
Philipp Bargfrede: Ball da, Ball weg. Konnte sich nur hin und wieder behaupten und leistete sich mehrere Fehlpässe. Vorm 0:3 (79.) von Aaron Lennon getunnelt. Aber: Er war sehr engagiert. Note 4 © nordphoto
Daniel Jensen (bis 86.): Vor dem 0:1 sah’s so aus, als dürfe der Däne Vorlagengeber Lennon nicht angreifen. Auch danach mit schwacher Zweikampfführung und kaum Ideen im Spiel nach vorn. Note 5 © nordphoto
Felix Kroos (bis 55.): Eine lange sehr unauffällige Premiere – was aber auch heißt: Der 19-Jährige leistete sich keine haarsträubenden Fehler. Bis er mit einem Foul an Modric ungeschickt den Elfmeter verursachte. Direkt danach ausgewechselt. Note 4 © nordphoto
Aaron Hunt (bis 79.): Gab Werders ersten Torschuss ab (21.), tauchte danach aber weitgehend unter und beschwor überhaupt keine Gefahr mehr herauf. Note 5 © nordphoto
Marko Marin: Dribbelte sich mehrfach fest und hoffte vergeblich auf Freistöße. Immerhin: Er versuchte es immer und immer wieder. Note 4 © nordphoto
Sandro Wagner: Einzige Bremer Spitze – und gleichzeitig Werders offensivster Verteidiger. Häufig in der eigenen Hälfte, selten vorm gegnerischen Tor. Eine undankbare Aufgabe, aus der er allerdings auch sehr wenig machte. Note 5 © nordphoto
Onur Ayik (ab 55.): Auch er gab seinen Einstand in der Champions League. Note 4 © nordphoto
Lennart Thy (ab 79.): Schnupperte elf Minuten „Königsklassen“-Luft. Note - © nordphoto
Petri Pasanen (ab 86.): Kam für Jensen. Note - © nordphoto

Doch so ganz überraschend kommt es nicht, dass Werder diesmal als Gruppenletzter mit völlig leeren Händen dasteht. Es ist schon fast die logische Konsequenz einer sich immer weiter nach unten drehenden Bremer Negativspirale in der Königsklasse. Aus den letzten zwölf (!) Champions-League-Spielen holten die Bremer nur einen Sieg. Werder ist einfach nicht gut genug, um mit den Besten der Besten in Europa Schritt zu halten.

Trotz sechs Champions-League-Teilnahmen in den vergangenen sieben Jahren und der dadurch doch eigentlich gewonnenen großen Erfahrung rannten die Bremer weiter zu häufig blindlings ins Verderben. Es fehlt die internationale Reife, die Entwicklung der Mannschaft in den vergangenen Jahren genügt nicht den Ansprüchen auf höchstem Niveau. „Wir sind nicht so konkurrenzfähig, wie wir das gerne wären“, seufzte Mertesacker. Und Torwart Tim Wiese, der in London mit einem gehaltenen Elfmeter von Gareth Bale sowie weiteren starken Paraden das totale Desaster verhindert hatte, sagte wehmütig: „International zu spielen, ist das Schönste. Jetzt sind wir raus. Es waren schöne Jahre.“

Das Kräftemessen mit Europas Garde wird vermutlich erstmal für eine längere Zeit vorbei sein, zumal Werder in diesem Jahr den Rettungsring DFB-Pokal nicht zu fassen bekam. Was das für den Club bedeuten könnte, ist klar: Der Absturz in die Mittelmäßigkeit.

Die fetten Jahre, in denen Werder mehr als 100 Millionen Euro zusätzlich in den internationalen Wettbewerben eingenommen hat, sind vorbei. Und wird die Rückkehr auf die internationale Bühne nicht möglichst schnell erreicht, ist Schmalhans plötzlich der Bremer Küchenmeister. Stars müssen verkauft werden, um finanziell überleben zu können, Verträge werden nicht verlängert oder abgespeckt. Es droht der Kollaps.

Ein Jahr ohne internationalen Fußball könne Werder mit dieser Mannschaft überleben, hat Aufsichtsrats-Boss Willi Lemke schon häufiger betont. Mittelfristig allerdings geht das nicht. „Wenn wir zwei, drei Jahre nicht international dabei sind, dann müssen wir den Kader verändern, das heißt, ihn preiswerter machen“, gestand Geschäftsführer Allofs. Schon jetzt müsse mit einem spitzeren Bleistift gerechnet werden. Rosige Zeiten . . .

Zu den sportlichen und finanziellen Problemen kommt hinzu, dass Werder durch das erschreckende Auftreten in der Champions League in diesem Jahr viel an Renommee eingebüßt hat und im UEFA-Ranking abstürzen wird. „In der Wahrnehmung sammeln wir nicht gerade Pluspunkte, und Platz sieben im Ranking werden wir nicht halten können“, gab Allofs zähneknirschend zu.

Immerhin können sich die Bremer jetzt allein auf die Bundesliga konzentrieren. Das ist angesichts der desolaten Lage dort auch bitter nötig. Die kräftezehrenden englischen Wochen haben einige Spieler aufgrund der dramatischen Personallage schwer getroffen, wie Mertesacker sagt. „Die elf, die dann immer wieder auf dem Platz standen, konnten das nicht wegstecken. Viele mussten über Punkte und Schmerzen hinausgehen. Diese Zeit hat tiefe Wunden hinterlassen, die weit klaffen“, beschrieb der Nationalspieler den Zustand der Mannschaft. Auf eine schnelle Genesung des Patienten Werder, vielleicht schon am Sonntag im Heimspiel gegen den FC St. Pauli, ist somit nicht unbedingt zu hoffen.

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