Abhängigkeit von Pizarros Toren ist ein Risiko

Claudio Pizarro

Werder-Bremen - BREMEN · Die Erkenntnis wird ihm nicht in diesem Moment in der Oasenstadt Al Ain irgendwo in der Wüste der Vereinigten Arabischen Emirate gekommen sein. Im Grunde legte Klaus Allofs nur neu auf, was ohnehin bekannt ist.

Über Claudio Pizarro sagte der Werder-Sportchef nach einem 2:1-Testspielsieg über den örtlichen Fußball-Club, dass sich „unser Spiel ohne ihn verändert. Wir brauchen ihn, weil er der Junge ist, der die Tore macht.“

Zwei waren es in Al Ain, ehe Pizarro angeschlagen vom Platz musste. Danach ging nichts mehr bei Werder. Dieser Ablauf deckt sich weitgehend mit den Erfahrungen der Hinrunde. In 14 Einsätzen hatte der Peruaner elf Tore (sechsmal war’s ein 1:0) erzielt, ehe ihn eine Sprunggelenksverletzung zu einer siebenwöchigen Pause zwang. Werder gewann in dieser Zeit nur eine Bundesliga-Partie, spielte viermal unentschieden. Weil Pizarros Tore fehlten. „Im Grunde“, sagte Abwehrspieler Per Mertesacker in jener Phase, „können wir es uns gar nicht erlauben, dass Claudio ausfällt. Ohne ihn fehlt uns oft das letzte Bisschen.“

Ohne dieses „letzte Bisschen“ müssen die Bremer nun vermutlich auch den Rückrundenstart bewältigen. Ein Sturz auf eisigem Untergrund hat Claudio Pizarro eine Kapselzerrung im rechten Knie beschert. Passiert war‘s, als der Torjäger einen über den Zaun des Trainingsplatzes gedroschenen Ball zurückholte.

Ein blöder Unfall. Und hoffentlich nicht der Beginn beziehungsweise die Fortsetzung einer Pechsträhne. Nach dem Malheur mit dem Haarriss im Sprunggelenk nun das Knie – wenn das so weitergeht, hat Werder Bremen ein dickes Problem. Denn hinter Pizarro fehlt es dem Angriff an Qualität. Hugo Almeida und Markus Rosenberg sind zu schwankend in ihren Leistungen, Pizarros Sturmpartner Marko Marin ist mehr Vorbereiter als Vollstrecker.

Obwohl die Abhängigkeit von Pizarro längst als Risiko ausgemacht wurde, hat Werder in der Winterpause keinen weiteren Torjäger geholt. Interesse gibt es zwar an dem Kroaten Mario Mandzukic von Dinamo Zagreb, aber weil der 23-Jährige zehn Millionen Euro Ablöse kosten soll, wurde das Thema in den Sommer verschoben.

Mandzukic könnte dann die Planstelle von Marcelo Moreno übernehmen. Der für eine Saison ausgeliehene Bolivianer wird definitiv nicht weiter verpflichtet, kann den Club auch jetzt schon verlassen.

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