Aber Werder ist noch vorsichtig

Tschüss, Abstiegskampf!

Werder durfte sich über einen verdienten Punkt auf Schalke freuen.
+
Werder durfte sich über einen verdienten Punkt auf Schalke freuen.

Bremen - Die Zahlen sind eindeutig: Seit es die Drei-Punkte-Regel gibt, also seit der Saison 1995/96, ist noch nie eine Mannschaft aus der Bundesliga abgestiegen, die am 22. Spieltag 30 Punkte auf dem Konto hatte. Und wie viele Zähler hat Werder seit dem 1:1 (0:0) am Samstag auf Schalke? 30! Also: Tschüss, Abstiegskampf.

Nur will davon bei Werder niemand etwas hören. Der sonst so verhasste Begriff Abstiegskampf bleibt im Bremer Sprachgebrauch fest verankert. „Es hat uns gut getan, demütig zu sein“, erklärt Torsten Frings. Der Co-Trainer ist allerdings auch ein wenig hin- und hergerissen. Denn zu klein will er seine Mannschaft auch nicht reden. „Das war kein glücklicher Punkt auf Schalke“, betont der Ex-Profi: „Das war hochverdient. Vor dem Gegentor waren wir am Drücker, da waren wir überlegen.“ Und das beim Tabellenvierten, beim Champions-League-Achtelfinalisten. „Es ist wichtig für die Truppe zu wissen, dass sie überall und gegen jeden punkten kann.“ Also auch am Sonntag gegen Wolfsburg? „Zuhause ist alles möglich“, antwortet Frings.

Aber auch auswärts wird es immer besser. Auf Schalke agierte Werder auf Augenhöhe, ließ sich auch vom 0:1 nicht schocken. Dabei hätte der Gegentreffer kaum bitterer sein können. Max Meyer traf aus dem Nichts, Werder-Keeper Raphael Wolf ließ den harmlosen 20-Meter-Schuss durchflutschen. „Wir sind dann nicht eingebrochen, haben nicht das 0:2 und 0:3 bekommen“, lobt Frings und schwärmt: „Wir sind inzwischen einfach sehr stabil.“

Und auf der Trainerbank durchaus gewieft. „Wir haben uns für die Brechstange entschieden“, berichtet Frings. Deshalb wurde der lange Sebastian Prödl (1,94 Meter) eingewechselt und zusammen mit dem noch längeren Jannik Vestergaard (1,99) nach vorne geschickt. Mit Erfolg: In der Nachspielzeit köpfte Prödl das 1:1.

Werder bleibt in diesem Jahr unbesiegt – und auf Europa-League-Kurs. Auf Rang sechs, den ersten internationalen Startplatz, beträgt der Rückstand nur drei Zähler. Und nur pro forma sei erwähnt: Der Relegationsplatz ist acht Punkte entfernt.

kni

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Was Hobbyköche über die Schwarzwurzel wissen sollten

Was Hobbyköche über die Schwarzwurzel wissen sollten

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

15 Ratsmitglieder in Weyhe verabschiedet

15 Ratsmitglieder in Weyhe verabschiedet

Meistgelesene Artikel

Werder-Sportchef Baumann: Anfang hat sich für kurze Füllkrug-Strafe eingesetzt

Werder-Sportchef Baumann: Anfang hat sich für kurze Füllkrug-Strafe eingesetzt

Werder-Sportchef Baumann: Anfang hat sich für kurze Füllkrug-Strafe eingesetzt
„Ich brenne innerlich“ - Werder-Profi Bittencourt über sein Comeback und die Rolle als Hoffnungsträger

„Ich brenne innerlich“ - Werder-Profi Bittencourt über sein Comeback und die Rolle als Hoffnungsträger

„Ich brenne innerlich“ - Werder-Profi Bittencourt über sein Comeback und die Rolle als Hoffnungsträger
Sandhausen-Torhüter Drewes fiebert Duell mit Lieblingsclub Werder entgegen

Sandhausen-Torhüter Drewes fiebert Duell mit Lieblingsclub Werder entgegen

Sandhausen-Torhüter Drewes fiebert Duell mit Lieblingsclub Werder entgegen
Nils Petersen: „Dann tritt dir einer auf den Fuß, lässt noch einen Spruch da und du merkst: Das ist hier echt unangenehm“

Nils Petersen: „Dann tritt dir einer auf den Fuß, lässt noch einen Spruch da und du merkst: Das ist hier echt unangenehm“

Nils Petersen: „Dann tritt dir einer auf den Fuß, lässt noch einen Spruch da und du merkst: Das ist hier echt unangenehm“

Kommentare