Tunesier absolviert in Bremen zweites Probetraining / Allofs: „Entscheidung in den nächsten Tagen“

Abdennour zurück – bleibt er jetzt?

Dass sein Name auf dem Trikot mit nur einem „N“ gedruckt war, dürfte Aymen Abdennour nicht unbedingt gestört haben. Wichtiger war für ihn, dass er gestern schon mal im Bremer Dress steckte.

BREMEN (flü) · Manchmal helfen ein wenig Druck und viel Eigeninitiative eines Spielers, um doch noch zum Ziel zu kommen.

Hatte der tunesische Erstligist Etoile Sportive du Sahel seinem Linksverteidiger Aymen Abdennour vor zehn Tagen noch untersagt, mit Werder Bremen ins Trainingslager nach Dubai zu reisen, so gab der Club nun doch nach – und erlaubte dem 21-Jährigen das zweite Probetraining bei Werder. Gestern Nachmittag traf der Linksverteidiger in Bremen ein und stand kurz darauf bereits im Testspiel des Bundesligisten gegen die eigenen Amateure auf dem Platz.

„Wir hätten ihn gern schon in Dubai im Kreise der Mannschaft dabei gehabt, um ihn in einem intensiven Training zu sehen“, meinte Werder-Sportchef Klaus Allofs. Das habe nicht funktioniert, und daher sei er froh, dass es nun doch noch geklappt hat. Schließlich, und daraus machte Allofs keinen Hehl, habe die Suche nach einem Spieler auf dieser Position „oberste Priorität“, nachdem sich Sebastian Boenisch einer Knieoperation unterziehen musste und Dusko Tosic endgültig ausgemustert wurde. „Wir müssen jetzt in den nächsten Tagen schauen, wie es aussieht, welchen Eindruck Aymen macht – und dann werde ich zusammen mit dem Trainer entscheiden, ob wir in die Verhandlungen einsteigen“, erklärte Allofs.

Eine Vorentscheidung zugunsten des tunesischen Nationalspielers dürfte allerdings bereits gefallen sein. Gestern lief Abdennour mit der bei Werder freien Nummer 16 und seinem Namenszug auf dem Rücken auf. Peinlich allerdings nur, dass sein Name mit nur einem „N“ gedruckt wurde . . .

Doch das ist nur eine Marginalie. Entscheidend wird sein, ob sich Werder und der Club Etoile Sportive du Sahel auf die Transfermodalitäten einigen. Allofs wäre eine Ausleihe natürlich am liebsten. „So etwas ist grundsätzlich eine Risikominimierung“, meinte der Werder-Boss. Doch sein Gefühl sagt ihm, dass die Tunesier ihren Spieler nicht ausborgen wollen. „Ich denke, es besteht großes Interesse, ihn zu verkaufen. Sie wollen Kasse machen“, sagte der 53-Jährige.

Dass Etoile Sportive du Sahel seinen Profi jetzt noch einmal nach Bremen zum Probetraining ließ, sieht Allofs hauptsächlich in der Initiative von Abdennour selbst begründet. „Er hat Druck gemacht. Er ist unheimlich heiß und sieht einen möglichen Wechsel als Riesenchance an, sich im Ausland zu zeigen“, erklärte der Bremer Geschäftsführer. Natürlich, so Allofs, habe Werder dem Club ebenfalls die Pistole auf die Brust gesetzt: „Wir haben klar gesagt: Wenn er nicht zum Probetraining kommt, wird das nichts.“

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